Symbolbild: imago/Nature Picture Library

Extremes Wetter in Australien: Hitze lässt Mensch und Tier leiden

24.1.2019 11:54 Uhr

Die Rekordtemperaturen und die extreme Hitze im Süden Australiens führen zu verheerenden Leiden im Land. Während immer mehr Menschen ärztlich versorgt werden müssen, erliegen einige Tiere der Notschlachtung.

In einigen Regionen kletterte das Thermometer am Donnerstag auf über 49 Grad Celsius. Nördlich von Adelaide wurden 49,5 Grad gemessen, es wurde erwartet dass im Tagesverlauf die 50-Grad-Marke geknackt wird. In Adelaide selbst stiegen die Temperaturen auf 47,7 Grad - ein neuer Rekord; der alte hatte seit 1939 Bestand.

Hitzerekorde wurden in mehr als 13 Städten im Süden des Landes gebrochen. Nach Angaben der Gesundheitsbehörden im Bundesstaat South Australia mussten binnen 24 Stunden wegen der Hitze mehr als 40 Menschen medizinisch behandelt werden. Die Behörden riefen die Bevölkerung dazu auf, sich um hilfsbedürftige und ältere Menschen zu kümmern. Zugleich warnten sie davor, hunderte wegen der Hitze von Bäumen fallende Fledermäuse anzufassen.

Tiere können kaum überleben

Tausende Menschen suchten im Meer oder in Einkaufszentren Abkühlung. In einem Hotel schenkten die Barkeeper Freibier an Gäste aus. Im Zoo von Adelaide wurden Pandabären und Wallabys mit Eis und Schildkröten mit kaltem Wasser abgekühlt. Teilweise musste der öffentliche Nahverkehr eingeschränkt werden, weil Busse nicht fahren konnten. Die Feuerwehr war in Bereitschaft wegen erhöhter Waldbrandgefahr in mehr als 13 Bezirken. Auch der Bundesstaat Victoria und das Zentrum des Landes ächzten unter extremer Hitze. In Mittelaustralien mussten mehr als 50 Wildpferde notgeschlachtet werden; insgesamt 90 Tiere seien verendet oder sterbend bei einem ausgetrockneten Wasserloch gefunden worden.

(sis/afp)

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