dpa

Exportrekord für 2018

9.1.2019 13:19 Uhr

2018 war ein Rekordjahr für Deutschland was die Exporte angeht - allerdings kündigt sich für 2019 eine Abkühlung an.

In den ersten elf Monaten 2018 stiegen die Ausfuhren von Waren "Made in Germany" um 3,7 Prozent auf 1221,7 Milliarden Euro, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte. Im gesamten Jahr 2017 war die Bestmarke von 1279,0 Milliarden Euro erreicht worden (plus 6,2 Prozent).

Im November verlor der für die deutsche Wirtschaft wichtige Export allerdings an Schwung. Die Warenausfuhr blieb den Angaben zufolge mit 116,3 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahresmonat nahezu unverändert. Die Importe stiegen dagegen um 3,6 Prozent auf 95,7 Milliarden Euro. Im Vergleich zum starken Oktober sanken Ausfuhren und Einfuhren.

Handelskonflikt zwischen USA und China belastet Weltkonjunktur

"Die Weltkonjunktur ist belastet durch den Handelskonflikt zwischen den größten Volkswirtschaften USA und China und den damit verbundenen Risiken. Noch sind die Exporte stabil, aber die Anzeichen für eine konjunkturelle Abkühlung mehren sich", analysierte der Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), Holger Bingmann.

Angesichts der vor allem von den USA angeheizten internationalen Handelskonflikte und der Unwägbarkeit des Brexits hatte der Außenhandelsverband BGA seine Prognose für das Gesamtjahr 2018 zuletzt nach unten korrigiert. Erwartet wird ein Exportwachstum von 3,5 Prozent. Ursprünglich hatte die Branche mit einem Plus von 5 Prozent gerechnet.

Krisen im globalen Handel

Derzeit gebe es zu viele Krisen im globalen Handel, die für Druck auf die deutsche Exportwirtschaft sorgten, erläuterte Carsten Brzeski, Chefvolkswirt der ING-Bank in Deutschland. Allein der vergleichsweise schwache Euro habe etwas zur Stützung der deutschen Exportgeschäfte beigetragen.

Nach Einschätzung der Weltbank wächst die Weltwirtschaft zwar weiter, das Wachstum wird aber langsamer. "International haben die Handels- und Produktionsaktivitäten nachgelassen, Handelskonflikte bleiben ein großes Thema und in einigen der großen Schwellenländer sind die Finanzmärkte vehement unter Druck", heißt es in der in Washington vorgestellten Analyse.

(be/dpa)