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Explosion vor AfD-Büro - Drei Tatverdächtige festgenommen

4.1.2019 10:56 Uhr

Bei einer Explosion vor einem Büro der AfD in Döbeln kam es am Donnerstagabend zwar nicht zu Personenschäden, aber zu erheblichen Sachbeschädigungen. Bereits am Freitag kann das LKA jedoch Fahndungserfolge vorweisen und meldet die Verhaftung von drei Tatverdächtigen.

Nach einer Explosion vor dem AfD-Büro im sächsischen Döbeln sind drei Tatverdächtige festgenommen worden. Dabei handele es sich um Deutsche im Alter von 29, 32 und 50 Jahren, teilte das Landeskriminalamt (LKA) am Freitag in Dresden mit. Nähere Angaben machte die Behörde zunächst nicht.

Die schnelle Einbindung der Task Force Gewaltdelikte des LKA und die Maßnahmen der Polizeidirektion Chemnitz hätten sehr schnell zur Festnahme der Tatverdächtigen geführt, erklärte LKA-Präsident Petric Kleine. Vor einem AfD-Büro im sächsischen Döbeln hat es am Donnerstagabend eine Explosion gegeben. Eine unbekannte Substanz sei hochgegangen, sagte ein Polizeisprecher. Die Hintergründe der Explosion waren zunächst unklar. Verletzt wurde niemand.

An dem Haus sowie an einem benachbarten Gebäude wurden dem Sprecher zufolge Scheiben und Türen beschädigt. Zudem soll es Schäden an Fahrzeugen geben. Außerdem habe Werbematerial gebrannt, sagte der Sprecher. Die Höhe des Sachschadens war zunächst unklar.

AfD-Büros im Brennpunkt von Anschlägen

Sachsens stellvertretender Ministerpräsident Martin Dulig (SPD) verurteilte die Tat. Für den Anschlag gebe es keine Legitimation, schrieb Dulig am Morgen bei Twitter. "Gewalt gehört nicht zu den Mitteln der Demokratie. Die AfD muss politisch bekämpft werden und nicht mit Sprengkörpern." Dulig schrieb weiter: "Dieser Anschlag hilft der AfD und schadet der Demokratie."

Erst Mitte Dezember war das Büro der AfD in Borna, das etwa eine Fahrtstunde von Döbeln entfernt ist, beschädigt worden. Unbekannte warfen laut Polizei eine Mauerabdeckplatte gegen die Fensterscheibe. Im September waren das AfD-Büro in Chemnitz und das Büro des AfD-Bundestagsabgeordneten Jens Maier in Dresden das Ziel von Anschlägen: Beide Büros waren mit Farbe beschmiert worden.

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(ce/dpa)

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