Symbolbild: imago/Ralph Peters

Ex-SS-Mann überfallen

1.2.2019 20:00 Uhr

Er war 1944 an einem Massaker im nordfranzösischem Ascq beteiligt. Nun soll der frühere SS-Mann in seiner Wohnung in Hannover überfallen worden sein.

Ob der Überfall einen kriminellen oder politischen Hintergrund hat, war zunächst unklar. Der 96-Jährige hatte den Holocaust Ende November im ARD-Politikmagazin "Panorama" herunterzuspielen versucht und gesagt, die französischen Zivilisten seien selber Schuld an ihrem Tod gewesen.

Der Mann bestätigte am Freitag dem NDR den Überfall, bei dem am Vortag zwei vermeintliche Postboten in sein Haus eingedrungen und ihn gefesselt haben sollen. Die Polizei bestätigte lediglich einen Überfall in dem Ort.

Pfleger fanden ihn

Die Staatsanwaltschaft Hildesheim war zunächst nicht zu erreichen. Sie hatte Ende Januar nach der Ausstrahlung des entsprechenden Beitrags Ermittlungen wegen Volksverhetzung gegen den Rentner aufgenommen. Bei dem Überfall am Donnerstag hatten die beiden Täter nach dessen Darstellung Aktenordner, Bargeld und andere Wertsachen mitgenommen.

Der Mitarbeiter eines Pflegedienstes hatte den Mann kurze Zeit später entdeckt und befreit.

(an/dpa)