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Ex-Manager Calmund wünscht sich Gehaltsobergrenze im Fußball

19.1.2019 9:09 Uhr

Ginge es nach Ex-Bundesliga-Manager Reiner Calmund, gäbe es eine Gehaltsobergrenze im Fußball, ähnlich wie die Salary Cap in vielen US-Sportarten. Auch Fortuna-Chef Schäfer äußerste sich kürzlich ähnlich.

"Absolut. Die Einführung eines Salary Cap, den es ja in vielen US-Sportarten gibt, würde ich sofort begrüßen", sagte Calmund der "Rheinischen Post", räumte aber zugleich auch ein: "Bei uns ist das nicht darstellbar. Eine Deckelung der Gehälter steht im Widerspruch zum EU-Wettbewerbsrecht und würde drastische Sanktionen nach sich ziehen."

Kein Ruhestand in Sicht

An Ruhestand denkt der 70 Jahre alte Calmund derweil noch lange nicht. "Ich will Ihnen jetzt mal was sagen: Es gibt doch dieses neumodische Gequatsche von der Work-Life-Balance. Da bin ich absolut im grünen Bereich. Ich bin rund 200 Tage im Jahr bei TV-Sendern, halte Vorträge in großen Unternehmen und unterstütze Benefiz-Projekte", sagte Calmund. Demnach habe er 150 Tage im Jahr frei. "Also: Alles super."

Wie lange er noch weitermacht? "Erstens, solange die Leute mich noch sehen wollen. Zweitens muss meine Familie mit Tempo und Programm einverstanden sein. Und drittens: solange die Gesundheit stimmt", sagte Calmund.

(be/dpa)