dpa

Ex-Busfahrer wegen Missbrauchs verurteilt

23.4.2020 21:30 Uhr

Ein ehemaliger Busfahrer in Bayern ist wegen sexuellen Missbrauchs und Besitzes kinderpornografischer Schriften verurteilt worden. Der Mann muss 3900 Euro zahlen, nachdem er einem damals zwölfjährigen Mädchen anzügliche Nachrichten geschrieben hatte.

"Ich habe das wahre Alter nicht gewusst", rechtfertigte sich der 67-Jährige - inzwischen Rentner - am Montag vor dem Amtsgericht Bayreuth. Er räumte die Tat ein und entschuldigte sich. Die Geldstrafe setzt sich aus 130 Tagessätzen von je 30 Euro zusammen (Az.: Cs 211 Js 14094/18). Sowohl Staatsanwaltschaft als auch der Angeklagte akzeptierten das Urteil.

Erstes Treffen im Bus

Der Mann hatte das Mädchen während seiner Fahrten als Busfahrer im Dezember 2018 kennengelernt. Auf Facebook habe das Mädchen angegeben, 20 Jahre alt zu sein. Das habe er selbst nicht glauben können, deshalb habe er das Mädchen auf dessen Alter angesprochen. Es sei 14 Jahre alt, habe es gesagt, beteuerte der Mann vor Gericht. "Das macht es nicht viel besser", entgegnete die Richterin.

Nach harmlosen Nachrichten am Anfang schickten sich der Mann und das Mädchen schon bald Nacktfotos. Beide beschrieben "detailliert sexuelle Handlungen, Oral- und Geschlechtsverkehr, den sie miteinander ausführen wollten", argumentierte die Staatsanwältin. Dazu sei es aber nicht gekommen, weil der Mann die Beziehung davor beendet habe.

Er habe das Mädchen mehrfach gefragt, ob es das auch wirklich wolle, versicherte der 67-Jährige. Trotzdem wolle er sich bei der heute 14-Jährigen und ihrer Mutter entschuldigen. Er leide selbst darunter. "Ich habe immer noch zu kämpfen mit meiner Ehe. Ich denke, meine Frau wartet das Urteil ab."

(gi/dpa)

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