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Ex-Bordell-Chef zu fünf Jahren Haft verurteilt

27.2.2019 12:50 Uhr

Der Ex-Chef der Bordell-Kette "Paradise" wurde wegen Zuhälterei, Beihilfe zum Menschenhandel und Betrugs zu fünf Jahren Haft verurteilt.

Das Landgericht Stuttgart sprach ihn am Mittwoch der Beihilfe zum Menschenhandel, der Zuhälterei und des Betrugs schuldig. Der Presse- und Marketingchef des Rotlichtbetriebs bekam eine Freiheitsstrafe von drei Jahren und drei Monaten. Ein dritter Angeklagter, ein steuerlicher Berater, wurde wegen Beihilfe zum Betrug zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und vier Monaten verurteilt.

Nach außen arbeiteten die Betreiber am Image eines sauberen, ehrlichen Vorzeigebordells. Tatsächlich hätten die Rockergruppen Hells Angels und United Tribuns dem Großbordell in Leinfelden-Echterdingen Prostituierte zugeführt. Die Frauen wurden von ihren Zuhältern in vielen Fällen bedroht, geschlagen und erniedrigt, wie der Vorsitzende Richter feststellte. Ziel sei es gewesen, die teils unter 21 Jahre alten Prostituierten gefügig zu machen.

(be/dpa)