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Europas Topklubs buhlen um Ozan Kabak

11.1.2019 16:59 Uhr, von Chris Ehrhardt

Dass Benjamin Pavard den VfB Stuttgart im Sommer verlassen wird und an die Isar zum FC Bayern München wechselt ist amtlich. Und wenn es nach den Schwaben geht, wird ein junges Talent von Galatasaray Istanbul zu den Stuttgarter wechseln – Ozan Kabak. Der Klub ist demnach bereit, 11 Millionen Euro in die Hand zu nehmen, um den Wechsel einzutüten. Die Freigabeklausel für Kabak liegt dem Vernehmen nach bei 7,5 Millionen Euro und die 3,5 Millionen mehr sollen am Bosporus die Bereitschaft steigern, den Spieler ziehen zu lassen.

Doch der VfB ist nicht alleine, wenn es um das Interesse an Kabak geht. Die Übersicht der interessierten Vereine liest sich wie das "Who is Who" der Top-Klubs. Sein Name soll auf den Zetteln von Juventus Turin, Inter Mailand, dem AS Rom, Atletico Madrid, Manchester City und Manchester United stehen. Es scheint, als würden Topverein aus den Topligen Europas auf der Jagd nach dem zweikampfstarken Innenverteidiger sein, der trotz seiner Größe von 1,86 Meter enorm wendig und antrittsschnell ist. Auch das körperlich robuste Spiel auf der Insel in der englischen Premier League ist wie zugeschnitten auf den Abwehrrecken, der beherzt zupacken kann, wie seine Gegner in der türkischen Süper Lig in dieser Hinrunde lernen mussten.

Wie stehen die VfB-Chancen auf einen Kabak-Wechsel?

Der Preis stimmt sicherlich, das steht außer Frage. Aber wenn Stuttgart im Bieten um Dienste des talentierten Innenverteidigers die Nase vorne haben will, sollten sie sich beizeiten aus der Abstiegszone befreien. Wer die Aussicht hat, beim kommenden italienischen oder englischen Meister zu kicken, der wird eher nicht nur wegen des netten Klimas ins Schwabenland gehen, sondern sucht sportliche Perspektiven und Erfolge. Auch finanziell sind die englischen Vereine nicht bekannt dafür, dass sie mit großer Zurückhaltung bei Monatsgehältern operieren. Mit schwäbischer Sparsamkeit hat man auf der Insel so gar nichts am Hut. Es wird sicher eine Herkules-Aufgabe der Schwaben, das junge Talent vom Bosporus anzulocken. Trotz möglicher Rekordablösesumme für die Stuttgarter.

Wird Ozan Kabak Galatasaray und damit die Türkei verlassen, um den nächsten Karriereschritt zu wagen? Ziemlich sicher. Ob aber sein Weg ihn aber nach Stuttgart führen wird, darf und muss abgewartet werden. Auch wenn das Angebot der Schwaben sicherlich verlockend ist.