epa/Armando Babani

Europäische Fluglinien meiden den Persischen Golf

21.6.2019 14:14 Uhr

Nach dem Abschuss einer US-Drohne durch den Iran hat die Lufthansa Vorsichtsmaßnahmen ergriffen. Bereits am Donnerstag sei entschieden worden, die Straße von Hormus im Persischen Golf zu umfliegen, sagte ein Sprecher der Fluggesellschaft. Am Freitag habe man nun beschlossen, den Bereich auszuweiten. Teile des iranischen Luftraums würden aber noch überflogen und auch die Landeshauptstadt Teheran werde angesteuert.

Auch die niederländische Fluggesellschaft KLM wird vorläufig nicht mehr über die Straße von Hormus im Persischen Golf fliegen. Die Entscheidung sei nach dem Abschuss einer amerikanischen Drohne über dem Iran gefallen, erklärte die Fluggesellschaft am Freitag in Amsterdam. "Sicherheit hat für uns die höchste Priorität." Zuvor hatte die US-Luftfahrtbehörde FAA ein Flugverbot für in den USA registrierte Flugzeuge über dem Persischen Golf verhängt.

US-Luftbehörde verhängt Flugverbot

Die Straße von Hormus ist eine Meerenge, die den Persischen Golf im Westen mit dem Golf von Oman verbindet. Zuvor hatte die US-Luftfahrtbehörde FAA ein Flugverbot für in den USA registrierte Flugzeuge über dem Persischen Golf verhängt.

Nach dem Drohnenabschuss sind die Spannungen am Golf gewachsen. Der Iran wirft den USA vor, seinen Luftraum am Persischen Golf verletzt zu haben, und hat dazu den UN-Sicherheitsrat eingeschaltet. Die USA behaupten, ihre Drohne sei in internationalem Luftraum geflogen.

(an/dpa)

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