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Europa macht Jagd auf Ozan Kabak

13.6.2019 12:53 Uhr, von Chris Ehrhardt

Als der VfB Stuttgart im Winter den 19-jährigen türkischen Innenverteidiger Ozan Kabak vom später Meister der Süper Lig Galatasaray Istanbul holte, war wohl niemand in der Lage zu ermessen, wie sehr der junge Spieler "steil gehen" würde. Rookie des Jahres, gesetzter Stammspieler und Top-Verteidiger beim Absteiger. Nach dem Gang der Schwaben in die 2. Liga wird die Liste der Transferinteressenten für Kabak immer länger. Und er ist dank festgeschriebener Transfersumme beim Abstieg ein echtes Schnäppchen.

15 Millionen Euro soll die kolportierte Ablösesumme betragen, die sich Ozan Kabak im Falle eines Abstiegs des VfB ins Arbeitspapier haben festschreiben lassen. Für den Rookie des Jahres ein echter Spottpreis. Und der bring namhafte Klubs auf den Trichter, sich der Dienste des talentierten Innenverteidigers zu versichern. Der FC Schalke 04 als bekannte Talentschmiede, der FC Bayern München als Double-Sieger und Champions-League-Teilnehmer, Atletico Madrid als Top-Team aus Spanien, das ebenso an der Champions League teilnimmt und nun wohl auch noch der englische Traditionsverein West Ham United.

Topklub mit Perspektiven oder der Ruf des Geldes?

Wie die englische Presse berichtet, wollen die Hammers mit ins Wettbieten um Kabak einsteigen. Und sie werden dabei gar nicht so schlechte Karten haben – zumindest finanziell – denn die Klubs aus der englischen Premier League sind bestens bestückt, wenn es um das Finanzpolster geht. Da fliegen die sechsstelligen Wochengehälter in Euro und Pfund tief. Kurse, bei denen die Bundesligavereine nur die Ohren anlegen können. Doch wird Kabak ausschließlich auf den Ruf des Geldes hören? Die Hammers hatten sportlich eine echte "Gurkensaison" und lagen am Ende mehr als 40 Punkte (!) hinter dem Führungsduo Manchester City und FC Liverpool zurück. Um Titel spielst du mit West Ham sicher nicht.

Was muss man denn für Ozan Kabak auf den Tisch des Hauses packen? Es wird berichtet, dass Atletico schon im Frühjahr seine Fühler ausstreckte und da rund 40 Millionen Euro auspacken wollte. Stuttgart hatte Kabak für kolportierte elf Millionen Euro "günstig geschossen". Einsatz vervierfacht und vielen Dank. Und wenn wirklich die Bayern, Schalke und auch Atletico weiter hinter dem 19-Jährigen her sind, kann das zum fröhlichen Wettbieten werden – und Kabak sich am Ende des finanziell und sportlich lukrativste Paket aussuchen. Das dürfte dann aber eher nicht West Ham United sein.

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