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Europa-League-Quali: Alanyaspor, Besiktas und Galatasaray mit Hammer-Gegnern

19.9.2020 11:38 Uhr, von Chris Ehrhardt

Erst hatte man kein Glück und dann kam auch noch Pech hinzu – so jedenfalls formulierte es einst Stürmerstar Jürgen "Kobra" Wegmann. Die "Fußball-Weisheit" könnte man auf die Klubs aus der türkischen Süper Lig in der Qualifikation zur Europa League "umdichten". Vor dem Erreichen der möglichen Gruppenphase stehen für Alanyaspor, Besiktas Istanbul und Rekordmeister Galatasaray echte Herkulesaufgaben an. Besiktas Istanbul muss möglicherweise gegen den AC Mailand antreten - ein Los, das man selbst seinem "ärgsten Feind" nicht wünscht.

Vom Losglück sind die Vereine aus der Türkei in der Qualifikation zur Europa League wahrlich nicht verfolgt. Zwar hatte Galatasaray in der zweiten Runde der Quali mit Neftci Baku aus Aserbaidschan keinen Übergegner, aber in den kommenden Runden kommt es hart auf hart. In der dritten Runde wartet bereits ein Kracher: Hajduk Split. Dabei darf man nicht vergessen, Kroatien war 2018 nach Frankreich Vizeweltmeister. Ein Selbstläufer in der Qualifikation liest sich anders. Und wenn man die Kroaten überstehen sollte, muss Cimbom gegen Willem II aus der holländischen Eredivisie oder die Glasgow Rangers antreten – beides Klubs, auf die man nicht unbedingt vor der möglichen Gruppenphase treffen möchte.

Zlatan und Hakan gegen Besiktas

Auf das Team von Alanyaspor aus der Provinz Antalya wartet schon in der dritten Runde ein echter Leckerbissen: Rosenborg Trondheim. An Auswärtspartien gegen den Klub aus Norwegen erinnert sich der deutsche Rekordmeister FC Bayern München sicherlich nicht mit viel Freude zurück. Die Norweger sind absolut schwer zu spielen und ein körperlich herausragend robustes Team, das aber auch mit dem Ball umzugehen weiß. Sollte Alanyaspor die Hürde meistern, wird es danach nicht eben einfacher, denn dann heißt der Gegner PSV Eindhoven aus der niederländischen Eredivisie oder – was eher unwahrscheinlich ist – NS Mura aus Slowenien. Ein leichtes Erreichen der Gruppenphase liest sich auch hier anders.

Richtig knüppeldick kommt es jedoch für die Schwarzen Adler von Besiktas Istanbul, die nach dem Scheitern in der Qualifikation zur Champions League ihr Glück in der Europa League suchen müssen. In der dritten Runde muss das Team vom Dolmabahce Palast zuerst einmal Rio Ave aus Portugal bezwingen. Die Truppe ist mit Ballkünstlern aus Brasilien nahezu gespickt. Übersteht man das Duell, wird es aber erst so richtig unangenehm. Dann muss man sich mit dem Sieger aus der Partie Bodo Glimt aus Norwegen und keinem geringeren Klub wie dem AC Mailand aus der italienischen Serie A auseinandersetzen. Das Team rund um einem herausragend spielenden Hakan Calhanoglu und den dauertreffenden Zlatan Ibrahimovic wünscht man sich nicht einmal in seinen Albträumen zum Gegner. Da muss sich Trainer Sergen Yalcin einen echten Masterplan einfallen lassen und auf einen schlechten Tag beim Gegner hoffen, um das unbeschadet zu überstehen.

Sollten die Teams aus der Türkei nicht ihr "A-Game" auspacken, müssen sich die Fans in der Türkei innerlich darauf einrichten, ihre Donnerstagabende anders als mit Fußball zu verbringen. Vor dem Erreichen der Gruppenphase stehen echte Hammeraufgaben, die man nicht "im Vorbeigehen" lösen kann. Da werden Basaksehir und Sivasspor froh sein, nichts mit den Qualifikationsrunden am Hut zu haben.

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