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Europa League: Nur Galatasaray weiter - Besiktas raus, Alanyaspor raus

24.9.2020 22:21 Uhr, von Chris Ehrhardt

Drei Teams aus der türkischen Süper Lig mussten sich in der dritten Runde der Qualifikation zur Europa League mit Mannschaften aus Norwegen, Portugal und Kroatien messen. Dabei musste Alanyaspor gegen Rosenborg Trondheim die Segel streichen und seine Europareise vorzeitig beenden. Rosenborg siegte zuhause mit 1:0. Besiktas musste daheim durch den späten Ausgleich zum 1:1 von Rio Ave in die Verlängerung und später ins Elfmeterschießen, das man mit 2:4 gegen die Portugiesen von Rio Ave verloren hat. Damit waren die Schwarzen Adler raus. Galatasaray traf daheim auf Hajduk Split aus Kroatien und hat mit einem späten 2:0-Heimsieg den rabenschwarzen Tag für den türkischen Fußball verhindern können. Nun muss der türkische Rekordmeister in der Playoff-Runde wohl nach Schottland zu den Glasgow Rangers reisen, um in die Gruppenphase der Europa League einzuziehen.

Alanyaspor versucht gegen Rosenborg Trondheim alles in die Waagschale zu werfen. Doch das Team aus Norwegen war schlicht abgezockter und überstand jede Attacke von Alanya, das oftmals mehr Spielanteile hatte, unbeschadet. Und der Schuss von Rosenborg, der dann auf den Kasten schlug auch sofort ein. Anders Konradsen war es, der sein Team in der 59. Minute in Führung brachte – 1:0. Und eben der Konradsen war es in der 66. Minute, der dann den Platz mit der zweiten Gelben verlassen durfte. Alanya drückte nun, aber es wollte kein Treffer mehr gelingen. Der Platzverweis mit Rot von Khouma Babacar zum Spielende störte das Team aus der Provinz Antalya dann auch nicht mehr sonderlich, denn man war ausgeschieden.

Nur Galatasaray hält die türkischen Farben in der Europa-League-Quali weiter hoch

Besser als bei Alanyaspor sah es zuerst für Besiktas aus, das sich daheim mit Rio Ave aus Portugal befassen musste. In der 15. Minute war es Güven Yalcin, der seinen Namensvetter Sergen auf der Trainerbank jubeln ließ – 1:0. Und Besiktas verwaltet den Vorsprung gut – vergaß aber dabei, dass ein Vorsprung mit einem Tor, das auch noch zu Spielbeginn fällt, kein sicheres Polster darstellt. Das unterstrich dann einmal mehr das Team aus Portugal und machte in der 85. Spielminute den Ausgleich – 1:1. Torschütze war für Rio Ave Bruno Moreira. Dabei blieb es auch nach 90 Minuten und es ging in die Verlängerung. Die 30 Minuten brachten auch keine Bewegung mehr auf der Anzeigetafel und es kam das, was sich im Grunde kein Team wünschen kann: Elfmeterschießen. Was folgte, war dann ein völliger Blackout der Schwarzen Adler. Bis zum 2:2 im Elfmeterschießen trafen beide Teams, doch dann scheiterten nacheinander Welinton und Cyle Larin vom Punkt, während Rio Ave zweimal traf. Damit war schon vor dem fünften Elfer der Drops gelutscht und Besiktas gegen die Portugiesen überraschend ausgeschieden.

Besiktas nach dem Elferschießen konsterniert

Beim Heimspiel von Galatasaray gegen Hajduk Split gab es vor dem Anpfiff die Bedenken, dass Fatih Terim angesichts des prestigeträchtigen Interkontinental-Derbys am Bosporus gegen Fenerbahce eine "gepimpte B-Elf" auflaufen lassen könnte, um die Stars für die Kanarienvögel zu schonen. Das war nicht der Fall. Und das war auch gut so, denn die Kroaten zeigten, dass sie hinten sicher stehen und nach vorne auf Konter lauern. So blieb die erste Hälfte torlos und die Löwen taten sich mächtig schwer, gegen die massive Hintermannschaft von Split etwas zu bewegen. Es dauerte dann auch bis zur 77. Minute, ehe sich Cimbom entscheidend durchsetzen konnte. Emre Tasdemir marschierte über die linke Seite durch und passte dann in die Mitte der Box, wo der eingewechselte Younes Belhanda mitgelaufen war. Mit der Innenseite hielt er auf den Kasten und Keeper Josip Posavec war geschlagen – 1:0. Da hatte Fatih Terim ein gutes Händchen bewiesen, denn mit Belhanda kam endlich der Druck nach vorne, den man zuvor vermisst hatte. In der 86. Minute durfte der türkische Rekordmeister erneut Jubeln. Marcao mit einer herausragenden Einzelleistung und dann dem perfekten Auge für Ryan Babel in der 86. Minute – 2:0. Damit war die Messe in Istanbul gelesen. So hat zumindest Galatasaray die Fahne der Türkei hochgehalten und wird nun wohl in der Playoff-Runde nach Schottland zu den Glasgow Rangers reisen müssen.

Fatih Terim wechselte den Erfolg ein - mit Belhanda

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