epa/Stephanie Lecocq

EU weist iranisches Ultimatum zurück

9.5.2019 18:48 Uhr

Europa will das vom Iran gestellte Ultimatum im Atomstreit nicht annehmen. Sie stünden weiter voll hinter dem Atomabkommen sowie dessen "Bewahrung und Umsetzung", betonten die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini sowie die Außenminister Frankreichs, Deutschlands und Großbritanniens am Donnerstag in einer gemeinsamen Erklärung.

Allerdings seien Ultimaten zurückzuweisen. "Wir fordern den Iran mit Nachdruck auf, seinen Verpflichtungen aus dem Abkommen wie bisher in vollem Umfang nachzukommen und eskalierende Schritte zu unterlassen."

Iran will Verpflichtungen aussetzen

Der Iran hatte genau ein Jahr nach der einseitigen Aufkündigung des Atom-Abkommens durch US-Präsident Donald Trump einige Verpflichtungen aus der Vereinbarung von 2015 ausgesetzt. Zugleich stellte Präsident Hassan Ruhani den fünf verbliebenen Vertragspartnern Deutschland, Großbritannien, Frankreich, China und Russland ein 60-tägiges Ultimatum zur Umsetzung ihrer Zusagen, die Öl- und Bankensektoren des Iran vor US-Sanktionen zu schützen. Anderenfalls werde sein Land auch die Anreicherung von Uran auf einen höheren als in dem Abkommen erlaubten Grad wieder aufnehmen.

Trump hat am Mittwoch neue Sanktionen gegen den Iran angeordnet, die auf die Metallexporte des Landes abzielen. Die Industriemetalle sind neben dem Erdöl die wichtigste Quelle für Exporterlöse des Landes.

(an/dpa)

0 Kommentare

Bitte geben Sie den Aktivierungscode ein, der an Ihre E-Mail-Adresse gesendet wurde.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.