Hürriyet

EU verlängert Hilfsprogramme für Flüchtlinge in der Türkei bis 2022

24.12.2020 10:04 Uhr

Die Europäische Union (EU) hat zwei Hilfsprogramme verlängert, damit die Flüchtlinge in der Türkei weiterhin humanitäre Unterstützung erhalten. "Diese Programme werden vielen Flüchtlingen helfen, ihre Grundbedürfnisse zu befriedigen und viele Kinder dabei unterstützen, ihre Ausbildung fortzusetzen", heißt es in einer Erklärung der Kommission.

EU-Kommissar Janez Lenarcic betonte, dass die Bedürfnisse der Migranten in der Türkei durch die Corona-Pandemie gestiegen seien und sich die Lage dadurch sogar noch verschärft hätte. "Ich bin froh, dass unsere Flaggschiff-Programme Tausenden Flüchtlingsfamilien dabei helfen, etwas Normalität im Alltag zu haben", sagte er.

Flüchtlinge bekommen etwas Geld auf eine Kreditkarte überwiesen

In der Türkei leben rund 4 Millionen Flüchtlinge, von denen 3,6 Millionen aus dem Nachbarland Syrien kommen. Die verlängerten Hilfsprogramme, über die von der EU nun 485 Millionen Euro bereitgestellt werden, gibt es seit 2016 und 2017.

Zum einen geht es um ein Programm, bei dem rund 1,8 Millionen Flüchtlingen monatlich etwas Geld auf eine Kreditkarte überwiesen wird, von dem sie Lebensmittel und andere Dinge des täglichen Bedarfs kaufen können. Ohne die Verlängerung wäre es im März 2021 ausgelaufen, nun soll es bis März 2022 gehen. Das andere Programm unterstützt laut EU-Kommission die Bildung von 620.000 Flüchtlingskindern und wäre im Januar 2021 ausgelaufen. Nun wurde es bis Ende Mai 2022 verlängert. Im kommenden Jahr sollen insgesamt 700.000 Kinder davon profitieren.

(bl/dpa)

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