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EU: Türkei bleibt auf der Risikolandliste – Einreiseverbot auf Algerien ausgeweitet

29.7.2020 15:39 Uhr

Die Türkei wurde am Mittwoch beim Treffen der EU-Botschafter in Brüssel nicht von der Liste der Länder mit Einreisestopp genommen und behält seine Einstufung als Risikoland vorerst bis zum 31. August. Kein Land hat es geschafft, dass die Reisebeschränkungen weggefallen sind, das Einreiseverbot wurde sogar auf Algerien ausgeweitet, nachdem es zuletzt im nordafrikanischen Land zu vermehrten Fällen bei den Neuninfektionen gekommen war.

Es wird nach dem heutigen Treffen der EU-Botschafter weiterhin vor nicht notwendigen Reisen in die Türkei gewarnt. Damit hat die Europäische Union seine Grenzen weiterhin für Drittländer geschlossen gehalten. Somit stehen neben den EU-Ländern, Großbritannien, der Schweiz, Norwegen, Liechtenstein und Island nur noch elf Staaten auf der Liste an Drittstaaten, mit denen quarantänefreie Reisen möglich sind. Bei den Ländern handelt es sich um

  • Australien,
  • Kanada,
  • Georgien,
  • Japan,
  • Marokko,
  • Neuseeland,
  • Ruanda,
  • Südkorea,
  • Thailand,
  • Tunesien und
  • Uruguay.

Nächste Beratungen in 14 Tagen

Alle 14 Tage kommen die EU-Botschafter zusammen, um über die Liste zu beraten und vorhandenes Zahlenmaterial auszuwerten. Bei der letzten Überprüfung vor zwei Wochen haben schon Serbien und Montenegro ihre Freizügigkeitsstatus verloren. Die Entscheidung, welche von der EU getroffen wurde, muss nun noch seitens der Hauptstädte bestätigt werden.

Als Grundlage dient der Kommission das Zahlenmaterial der vergangenen 14 Tage. Die Neuinfektionen, welche auf 100.000 gerechnet werden, stellen den Entscheidungseckwert dar. Vorgabe ist, dass die Zahlen nicht über dem EU-Schnitt liegen. Hinzu kommt das Verhalten des Landes, wie man das Virus bekämpft, wie die Hygieneregeln aufgestellt sind und wie transparent man generell mit der Pandemie umgeht. Das bedeutet, dass die Türkei auf die nächste Sitzungsrunde in zwei Wochen warten muss, bis die EU-Botschafter erneut zusammentreffen.

(ce)

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