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EU-Staaten bedingt abwehrbereit

13.9.2019 0:35 Uhr

Nach Einschätzung des Europäischen Rechnungshofs müssten die Staaten der EU mehrere Hundert Milliarden Euro investieren, um sich in der Verteidigung unabhängig vom Nato-Partner USA zu machen. Die militärischen Fähigkeiten in der EU seien in den vergangenen Jahren durch zu geringe Investitionen und Kürzungen der nationalen Verteidigungshaushalte beeinträchtigt worden und durch ein hohes Maß an Dopplung und Fragmentierung gekennzeichnet, heißt es in einer am Donnerstag veröffentlichten Analyse.

Verschlimmert werde die Situation durch den Mangel an einheitlichen technischen Standards. Dieser wirke sich negativ auf die Fähigkeit zur Zusammenarbeit der Streitkräfte in Europa aus.

Militärische Fähigkeiten sind schlecht

"Insgesamt entsprechen die derzeitigen militärischen Fähigkeiten der Mitgliedstaaten nicht den EU-Zielvorgaben", konstatieren die Experten des Rechnungshofes. Sollte Großbritannien den geplanten EU-Austritt vollziehen, werde sich die Situation noch einmal verschärfen. Grund sei, dass das Vereinigte Königreich von allen europäischen Ländern derzeit am meisten für Verteidigung ausgebe. Rund ein Viertel der gesamten Verteidigungsausgaben der EU-Mitgliedstaaten entfielen auf den britischen Militäretat.

(an/dpa)

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