epa/Jakub Kaczmarczyk

EU-Spitzenplatz bei Aufnahme legaler Migranten

25.10.2019 22:29 Uhr

2018 hat Polen mehr Ausländern aus Drittstaaten den Aufenthalt erlaubt als jedes andere EU-Land, vor allem Ukrainern. Deutschland folgt an Nummer zwei. Die Zahlen veröffentlichte das europäische Statistikamt Eurostat am Freitag in Luxemburg.

Erfasst wurden die erstmals erteilten Aufenthaltstitel für Bürger aus Nicht-EU-Staaten. In der gesamten Europäischen Union waren es 3,2 Millionen, 0,4 Prozent mehr als 2017. Auf Polen entfielen 635.000. Bei jedem zweiten war der Grund Erwerbstätigkeit. Knapp zwei Drittel der Ankommenden waren Ukrainer.

Syrer, Afghanen und Iraker

Deutschland gewährte 543.571 Menschen legalen Aufenthalt, vor allem Schutzsuchenden. Die größten Gruppen waren Syrer, Afghanen und Iraker. Nur rund 68 000 Menschen erhielten ihren legalen Status in Deutschland zum Arbeiten. Bei gut 219 000 waren es «sonstige Gründe», darunter Schutz als Flüchtling oder Schutz aus humanitären Gründen. Weitere 191 000 Menschen durften aus familiären Gründen bleiben.

An dritter Stelle lag Großbritannien mit 451.000 Aufenthaltstiteln. Dorthin kamen 190.000 Menschen zur Ausbildung und weitere 108 000 zum Arbeiten. In der gesamten EU gingen die meisten Aufenthaltstitel an Ukrainer (rund 527.000), Chinesen und Hongkong-Chinesen (206 000) sowie Inder (197 000).

(an/dpa)

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