epa/Julien Warant

EU muss Lösung für Migranten finden

1.7.2019 17:12 Uhr

Die in Italien festgenomme Kapitänin des Migrantenrettungsschiffs "Sea-Watch 3" hat EU-Haushaltskommission Günther Oettinger ausdrücklich gelobt und eine europäische Regelung angemahnt. Mit Blick auf die Kritik des italienischen Innenministers Matteo Salvini am Verstoß der deutschen Kapitänin gegen das Anlaufverbot und die Gesetze des Landes sagte Oettinger im ZDF-"Morgenmagazin":

Mir sind die Bewertungen von Salvini egal. Als Bürger Europas habe ich volles Verständnis für diese Frau, die - glaube ich - mutig gehandelt hat. Und ich habe Vertrauen in die Justiz in Italien." Die populistische Regierung in Rom hatte sich auf eine drastische Verschärfung der Regeln für die Flüchtlingshelfer verständigt.

Europa muss endlich eine Lösung finden

"Es geht nicht nur um einen Einzelfall, es geht darum, dass wir in Europa endlich eine Lösung finden müssen, wie wir mit Flüchtlingen gemeinsam umgehen", mahnte Oettinger. Bisher haben sich die EU-Staaten nicht auf einen generellen Verteilmechanismus für Migranten einigen können, die über das Mittelmeer nach Europa kommen. Im konkreten Fall allerdings zeigte sich Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) zuversichtlich, dass die EU-Kommission schnell eine Lösung für die 40 "Sea-Watch"-Migranten aushandeln wird, wie er den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Montag) sagte.

(an/dpa)

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