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EU-Meergrenze zur Türkei: Frontex-Luftschiff überwacht Flüchtlingszustrom

30.7.2019 12:30 Uhr

Um den Flüchtlingszustrom über die Türkei auf die griechischen Inseln weiter einzudämmen, setzen die Europäische Grenzschutzagentur Frontex und die griechische Küstenwache seit Dienstag ein Luftschiff zur Überwachung der Meerenge zwischen der griechischen Insel Samos und der türkischen Küste ein.

Damit soll die Tätigkeit von Schleuserbanden eingedämmt werden, die täglich Dutzende Migranten aus der Türkei nach Griechenland und damit in die EU schleusen.

Wie die griechische Küstenwache am Montag weiter mitteilte, sei das Luftschiff mit Thermalkameras und anderem Beobachtungsgeräten ausgerüstet. Damit sollen in Echtzeit Informationen an die Küstenwache und die Besatzungen ihrer Boote und Schiffe vor Samos geleitet werden.

Die Registrierlager für Flüchtlinge (Hotspots) auf den Inseln Lesbos, Samos, Chios, Leros und Kos sind überfüllt. In diesen Hotspots harrten am Montag gut 19 000 Migranten aus. Die Lager und andere Unterkünfte humanitärer Organisationen auf diesen Inseln können eigentlich nur knapp 9000 Menschen fassen.

Migrantendeal 2016

Die EU hatte im März 2016 mit Ankara vereinbart, dass alle Migranten, die illegal über die Türkei auf die griechischen Inseln kommen, zurückgeschickt werden können. Damit konnte der Flüchtlingszustrom größtenteils eingedämmt werden. 2015 waren gut 857 000 Migranten aus der Türkei nach Griechenland gekommen. Seit Jahresbeginn sind nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR) gut 16 000 Migranten auf dem Seeweg nach Griechenland gekommen.

(be/dpa)

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