EU-Kommission will in Corona-Krise 75 Millionen Euro bereitstellen

28.3.2020 23:31 Uhr

75 Millionen Euro will die EU-Kommission angesichts der Corona-Krise in ihrem Haushalt umschichten. Das Geld soll nach Behördenangaben dazu verwandt werden, EU-Bürgern aus fernen Ländern zurückzuholen und einen Vorrat an medizinischer Ausrüstung anzulegen. Das Europäische Parlament und die Mitgliedstaaten im Rat müssen dem Nachtragshaushalt noch zustimmen.

Der Kommissionsvorschlag umfasst neben dieser Umsteuerung von für 2020 bereits vorgesehenen Mitteln auch zusätzliche Ausgaben. Unter anderem sollen zusätzliche 350 Millionen Euro an Griechenland fließen, um dort lebenden Migranten zu helfen, und 100 Millionen Euro sind neu für die Erdbebenhilfe in Albanien vorgesehen.

Mehr als 80 Rückholflüge geplant

Von der EU kofinanzierte Rückholflüge haben nach Kommissionsangaben seit Beginn des Coronavirus-Ausbruchs 2.312 Menschen aus China, Japan, den USA, Marokko, Tunesien, Georgien, den Philippinen und Kapverden nach Europa zurückgeholt. Für die kommenden Tage seien mehr als 80 weitere Rückholflüge geplant. Zur Schaffung eines EU-Vorrats an Beatmungsgeräten, Schutzmasken und anderer medizinischer Ausrüstung würden mit dem Vorschlag 80 Millionen Euro bereitstehen.

Für das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten will die Kommission zudem zusätzliche 3,6 Millionen Euro bereitstellen. Das soll dessen Fähigkeit zur Ermittlung, Bewertung und Kommunikation von Gefahren für die menschliche Gesundheit infolge übertragbarer Krankheiten verbessern. Angesichts der COVID-19-Krise sollen dort mehr Fachleute als bisher arbeiten.

(an/dpa)

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