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EU: Einreisestopp für 14 Länder aufgehoben - Türkei nicht dabei

30.6.2020 16:48 Uhr

Reisende aus der Türkei, den USA und den meisten anderen Ländern dürfen nach einem Beschluss der EU-Staaten weiter nicht in die EU einreisen. Für sie werden die in der Corona-Krise eingeführten Einreisebeschränkungen über den 1. Juli hinaus aufrechterhalten. Die EU-Staaten entschieden mit nötiger Mehrheit, dass ab Mittwoch nur Menschen aus 14 Ländern wieder einreisen dürfen. Die Liste soll alle zwei Wochen überarbeitet werden, wie der Rat der EU-Staaten erklärte.

Wie man an dem Beispiel von Griechenland jedoch sieht, das zum 1. Juli seine Grenzen zur Türkei wieder öffnet, haben einzelne EU-Länder die Möglichkeit, den Einreisestopp für einzelne Länder selbst aufzuheben. Am Donnerstag werden zudem der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu und Tourismusminister Mehmet Nuri Ersoy in Deutschland zu Gesprächen mit Außenminister Maas erwartet.

Für diese Länder ist der Einreisestopp gefallen

Bislang sind Algerien, Australien, Kanada, Georgien, Japan, Montenegro, Marokko, Neuseeland, Ruanda, Serbien, Südkorea, Thailand, Tunesien und Uruguay auf der Liste. Zusätzlich wird China genannt - das Land muss aber noch zusagen, dass auch EU-Bürger dort einreisen dürfen.

Entscheidend für die Lockerung der Einreisebeschränkungen ist künftig vor allem die Zahl der Covid-19-Neuinfektionen der vergangenen 14 Tage. Zudem sollen unter anderem der Trend im gleichen Zeitraum sowie der Umgang des jeweiligen Staates mit der Pandemie eine Rolle spielen.

Die Vorraussetzungen für die Aufhebung des Einreisestopps

Konkret ist vorgesehen, dass die Zahl der Neuinfektionen innerhalb der vergangenen zwei Wochen pro 100.000 Einwohner "nahe an oder unter" dem EU-Durchschnitt ist, der zuletzt bei 16 lag. Der Trend neuer Fälle im gleichen Zeitraum soll im Vergleich zu den vorherigen 14 Tagen "stabil oder abnehmend" sein. Beim Umgang der Staaten mit Covid-19 sollen Maßnahmen zur Kontaktverfolgung von Infizierten, die Zahl von Tests und Eindämmungsbemühungen eine Rolle spielen.

Reisende aus stark von der Corona-Pandemie betroffenen Ländern bleiben demnach erst einmal außen vor. So wurden in Ländern wie den USA oder Brasilien nach Daten der EU-Gesundheitsbehörde ECDC in den vergangenen 14 Tagen mit 120 oder mehr Fällen je 100 000 Einwohnern angegeben. Angaben zum Trend macht die Übersicht nicht.

Zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie hatten sich Mitte März alle EU-Staaten außer Irland sowie die Nicht-EU-Staaten Schweiz, Norwegen, Liechtenstein und Island darauf geeinigt, nicht zwingend notwendige Reisen in die EU zunächst zu verbieten. Der Einreisestopp war mehrfach verlängert worden und gilt derzeit bis Ende Juni.

(be/dpa)

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