epa/Stephanie Lecocq

Estland schickt Ex-Wirtschaftsministerin nach Brüssel

6.6.2019 15:32 Uhr

Als neue EU-Kommissarin will Estland die frühere Wirtschaftsministerin Kadri Simson nach Brüssel schicken. Die Regierung in Tallinn gab am Donnerstag grünes Licht für die Kandidatur der 42-jährigen Politikerin der regierenden Zentrumspartei.

"Ich freue mich, dass die Regierung heute die Kandidatur von Kadri Simson einstimmig unterstützt hat", wurde Regierungschef Jüri Ratas in einer Mitteilung der Staatskanzlei zitiert. Ratas hatte dem Kabinett die Nominierung seiner Parteikollegin vorgeschlagen.

Simson liebäugelt mit Wirtschaftsressort

Simson sagte im estnischen Rundfunk, sie würde ein Portfolio bevorzugen, das mit ihrer früheren Arbeit als Ministerin für Wirtschaft und Infrastruktur in Verbindung stehe. Persönlich möchte sie mit der Aufgabe als EU-Kommissarin einen "Entwicklungssprung" machen. In der Mitteilung bezeichnete sie ihre Nominierung als «große Verantwortung», mit der sie nicht leichtfertig umgehen werde.

Die neue EU-Kommission konstituiert sich im Oktober. Die Kandidaten für die Kommissarsposten mit einer Amtszeit von fünf Jahren werden dabei von den nationalen Regierungen vorgeschlagen. Simson werde den Angaben zufolge auch als Übergangslösung nominiert werden, sollte der derzeitige estnische EU-Kommissar Andrus Ansip sein Mandat im Europaparlament annehmen und das Amt vorzeitig niederlegen.

(an/dpa)