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Erster rein weiblicher ISS-Außeneinsatz fällt wegen fehlender Raumanzüge aus

27.3.2019 10:57 Uhr

Die NASA hat den für den 29. März geplanten historischen ISS-Außeneinsatz mit rein weiblicher Besetzung abgesagt - weil man nicht genügend Raumanzüge in passenden Größen an Bord hatte.

Eigentlich sollte Christina Koch gemeinsam mit der Astronautin Anne McClain zum Weltraumspaziergang aufbrechen - stattdessen muss sie nun mit dem Amerikaner Nick Hague die geplanten Aufgaben durchfüren. Es wäre der erste Weltraumaußeneinsatz an der ISS mit rein weiblicher Besetzung gewesen.

Bis heute 214 Weltraumspaziergänge

Seit die Raumstation 1998 in Betrieb genommen wurde, gab es 214 Außeneinsatze, entweder in rein männlichen oder in gemischten Teams. Die Raumanzüge bestehen aus Baugruppen mit mehreren Teilen, die es in drei Größen gäbe: Medium, Large und Extra Large. Bei Tests habe McClain festgestellt, dass ihr mittlerweile der Medium-Torso besser passe - davon gäbe es alleridngs nur einen auf der Raumstation, und der sei bereits für Koch eingeplant.

Größen im All können sich ändern

Brandi Dean, Sprecherin des Johnson Space Centersn in Houston, Texas, teilte mit, dass man sein Bestes tue, um die Raumanzugsgrößen, die jeder Astronaut benötige, vorauszusehen. Dabei orientiere man sich an den Größen, die man auch am Boden beim Training getragen habe. Allerdings können sich die Größenanforderungen der einzelnen Astronauten und Astronautinnen in der Schwerelosigkeit verändern, beispielsweise durch einen Gewichtsverlust.

Ob der rein weibliche Weltraumspaziergang in Kürze nachgeholt werden kann, ist noch nicht abzusehen.

(be/Hürriyet Daily News)