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Erste Sonntagsmesse nach Anschlägen in Colombo

12.5.2019 11:59 Uhr

Für die Christen auf Sri Lanka kehrt die religiöse Normalität zurück. Nach dem feigen, hinterhältigen Anschlägen am Ostersonntag, bei denen rund 260 Menschen ihr Leben verloren hatten, wurde nun erstmals wieder eine öffentliche Sonntagsmesse abgehalten. Die Sicherheitsvorkehrungen waren entsprechend gut aufgestellt, um Störungen zu vermeiden.

Drei Wochen nach den Anschlägen mit 258 Toten in Sri Lanka ist in der Hauptstadt Colombo erstmals wieder die katholische Sonntagsmesse gefeiert worden. Tausende Katholiken versammelten sich am Sonntag unter strengen Sicherheitsvorkehrungen in der St.-Theresa-Kirche im Stadtteil Thimbirigasyaya. Soldaten mit Automatikwaffen bewachten den Gottesdienst, die Gläubigen wurden nach Sprengstoff durchsucht. Auf dem Gelände der Kirche war zudem ein Parkverbot verhängt worden.

Strikte Sicherheitsvorkehrungen für Messen

Aus Furcht vor neuen Anschlägen waren seit Ostersonntag keine Gottesdienste mehr abgehalten worden. Colombos Erzbischof Malcolm Ranjith hielt zwar Messen ab, auch im Gedenken an die Opfer - allerdings unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Die Messen wurden nur im Fernsehen übertragen. Die meisten Kirchen außerhalb Colombos hatten ihre Gottesdienste bereits vergangene Woche unter strikten Sicherheitsauflagen wieder aufgenommen.

Bei den Selbstmordattentaten auf drei katholische Kirchen und drei Luxushotels in Sri Lanka waren am 21. April insgesamt 258 Menschen getötet worden, etwa 500 weitere wurden verletzt. Sri Lankas Regierung macht die Islamistengruppe National Thowheeth Jama´ath (NTJ) für die Anschläge verantwortlich. Die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) reklamierte die Anschläge für sich, in einem Video schworen die mutmaßlichen Attentäter einen Treueeid auf IS-Chef Abu Bakr al-Bagdadi.

(ce/afp)