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Erste Runde der Präsidentschaftswahl vorbei

12.5.2019 22:43 Uhr

Am Sonntag haben die Menschen in Litauen einen neuen Präsidenten gewählt. Es ist aber unwahrscheinlich, dass ein Kandidat bereits im ersten Wahlgang die nötige Mehrheit erreicht.

Die Wahlbeteiligung betrug 56,45 Prozent, wie die zentrale Wahlkommission nach Schließung der Wahllokale mitteilte. Mit ersten Ergebnissen sei in der Nacht oder am frühen Montagmorgen zu rechnen. Von den neun Bewerbern haben drei realistische Chancen auf das Amt. Die amtierende Präsidentin Dalia Grybauskaite durfte nach zwei Amtszeiten nicht noch einmal antreten. In Umfragen führte zuletzt die konservative Ex-Wirtschaftsministerin Ingrida Simonyte. Auch der Mitte-links-Kandidat und amtierende Regierungschef Saulius Skvernelis kann auf große Unterstützung hoffen. Dritter im Bunde ist der Wirtschaftsexperte Gitanas Nauseda, der als unabhängiger Kandidat antritt.

Einkommensungleichheit und Armut

Das dominierende Thema im Wahlkampf waren Einkommensungleichheit und Armut - dabei wuchs die litauische Wirtschaft zuletzt stark. In den vergangenen Jahren ist das Einkommensniveau in dem baltischen Staat kräftig gestiegen. Allerdings ist die Schere zwischen Arm und Reich weiter groß.Dass ein Kandidat bereits im ersten Wahlgang die nötige Stimmenmehrheit erreicht, gilt als unwahrscheinlich. Wird eine Stichwahl nötig, soll diese am Tag der Europawahl, dem 26. Mai, stattfinden.

(be/afp)