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Erste Impfkampagne gegen Malaria gestartet

23.4.2019 16:03 Uhr

Malawi hat die weltweit erste Impfkampagne gegen Malaria gestartet. Der Impfstoff habe "das Potenzial, das Leben von Zehntausenden Kindern zu retten", erklärte der Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus, am Dienstag.

Die Impfkampagne in dem Land im Südosten Afrikas ist Teil eines Pilotversuchs bei dem in Malawi, Ghana und Kenia bis 2022 insgesamt jedes Jahr rund 360 000 Kleinkinder gegen die gefährliche Krankheit geimpft werden sollen. In Ghana und Kenia soll die Impfkampagne in Kürze begonnen werden.

Jährlich 250.000 tote Kinder

An Malaria sterben in Afrika jedes Jahr rund 250 000 Kinder. Der über drei Jahrzehnte entwickelte Impfstoff "RTS,S" wirkt gegen den in Afrika verbreiteten und gefährlichsten Malaria-Erreger Plasmodium falciparum. Die Impfung bietet allerdings nur unvollständigen Schutz. In der größten klinischen Studie mit rund 15 000 Kindern hat der Impfstoff rund 40 Prozent der Erkrankungen und etwa 30 Prozent der schweren Malaria-Fälle verhindert.

Experten setzen daher darauf, dass eine Kombination verschiedener Mittel dabei helfen kann, Malaria einzudämmen. Auch mit Insektizid behandelte Moskitonetze böten nur teilweise Schutz, sagte der Direktor des Malaria-Programms der WHO, Pedro Alonso. "Der Kampf gegen Malaria ist einer, in dem wir unvollkommene Werkzeuge nutzen. Die beste Wirkung können wir nur haben, wenn wir sie kombinieren."

Malaria wird durch Stiche von Anopheles-Mücken übertragen. Sie stechen vor allem nachts zu. Malaria verursacht Fieber, Blutarmut und neurologische Probleme und kann unbehandelt rasch tödlich verlaufen.

(an/dpa)