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Erste Hochrechnungen: AfD ist aus Hamburger Bürgerschaft raus

23.2.2020 19:41 Uhr

Die AfD wird laut der ersten Hochrechnung nach der Hamburg-Wahl nicht in die Bürgerschaft zurückkehren: Mit 4,7 Prozent lag sie in der Hochrechnung der ARD am Sonntagabend unter der Fünfprozenthürde. Die FDP lag bei genau 5,0 Prozent, ihr Einzug ins Landesparlament war damit weiter unklar.

Der AfD-Spitzenkandidat Dirk Nockemann sieht im schlechten Abschneiden das "Ergebnis einer maximalen Ausgrenzungskampagne".

Die Hamburger AfD habe in Umfragen lange konstant bei sieben bis acht Prozent gelegen, sagte Nockemann am Sonntagabend im Norddeutschen Rundfunk. "Nach Thüringen ging es dann runter", fügte er mit Blick auf das von der AfD mit verursachte Chaos nach der Ministerpräsidentenwahl in Erfurt hinzu.

Mit Blick auf den offenbar rassistisch motivierten Anschlag in Hessen sagte er, man habe "nach Hanau so getan, als hätte die AfD den Finger am Abzug gehabt". "Das ist schon unerträglich, was sich in den letzten drei Tagen hier in Hamburg abgespielt hat", sagte er mit Blick auf Anfeindungen gegenüber seiner Partei. "Diese Kampagne war geeignet, uns die wesentlichen Prozentpunkte zu nehmen."

In einer am Sonntag veröffentlichten Umfrage halten 60 Prozent der Befragten die AfD mitverantwortlich für den offenbar rassistisch motivierten Anschlag in Hessen.

(be/afp)

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