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Erste EU-Impfdosen von BioNTech/Pfizer an türkische Zyprer übergeben

18.1.2021 11:06 Uhr

Die EU hat am Montag die ersten 1080 Impfdosen gegen das Corona-Virus an die türkischen Zyprer übergeben. Vertreter der Regierung der international anerkannten Republik Zypern übergaben die Impfdosen ihren Kollegen der türkisch-zyprischen Gesundheitsbehörde an einem Übergang im Westen der geteilten Hauptstadt Nikosia, wie zyprische Medien in beiden Inselteilen berichteten. Der Impfstoff stammt vom Hersteller Biontech/Pfizer.

Zypern ist ein einzigartiger Fall in der EU: Die Insel ist seit einem griechischen Putsch und einer türkischen Militärintervention 1974 geteilt. Das gesamte Eiland ist seit 2004 EU-Mitglied. Das EU-Recht gilt aber - solange es keine Lösung des Konfliktes gibt und die Insel geteilt bleibt - nur im griechisch-zyprischen Süden, dessen Regierung international anerkannt ist. Die Türkische Republik Nordzypern (KKTC-TRNC) wird dagegen nur von der Türkei anerkannt.

Die türkischen Zyprer haben nach den Worten des Chefs ihrer Gesundheitsbehörde Cenk Soydan beantragt, dass die EU ihnen 400 000 Impfdosen schickt. Ob und wann diese Impfdosenmengen geliefert würden, sei unklar, sagte Soydan Reportern vor Ort. Die Vereinten Nationen suchen seit Jahrzehnten - bislang erfolglos - nach einer Lösung, mit der die Teilung überwunden werden könnte. Eine neue Zypernkonferenz soll allen Anzeichen nach im Februar stattfinden. Im Jahr 2017 waren die UN-Bemühungen zur Überwindung des Konflikts gescheitert.

(ce/dpa)

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