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Erst K.o.-Tropfen, dann Vergewaltigung - Haftstrafe für 60-Jährigen

18.2.2019 18:04 Uhr

Nachdem ein 60-jähriger Ingenieur eine junge Frau mit einem angeblichen Jobangebot in seine Wohnung lockte, verabreichte er ihr zunächst K.o.-Tropfen und verging sich im Anschluss an ihr. Das Hamburger Landgericht hat heute den Mann zu einer Haftstrafe von viereinhalb Jahren verurteilt.

Die Vorwürfe der Anklage hätten sich in vollem Umfang bestätigt, sagte der Vorsitzende der Strafkammer, Sönke Pesch.

Der Sex sei "einvernehmlich" gewesen

Am 17. Juli 2018, einem sehr heißen Sommertag, nachdem der 60-Jährige die junge Frau in seine Wohnung lockte, bot er ihr gleich ein Glas Orangensaft an, in das er 1,4-Butandiol gemischt hatte. Die K.o.-Tropfen machten die 19-Jährige schwach und schwindelig. Anschließend verging sich der Ingenieur zweimal an der wehrlosen Frau.

Im Prozess habe der Angeklagte die Gabe des präparierten Getränks schließlich eingeräumt, sagte Pesch. Die sexuellen Handlungen seien jedoch einvernehmlich gewesen, habe er behauptet. Das glaubte ihm das Gericht nicht. Es sprach den 60-Jährigen der schweren Vergewaltigung und der gefährlichen Körperverletzung schuldig.

(sis/dpa)

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