epa/Claudio Peri

Erst das Wunder, dann die Heiligsprechung

12.12.2019 22:13 Uhr

Ohne ein Wunder bewirkt zu haben kann in der katholischen Kirche niemand heiliggesprochen werden. Dies hat Papst Franziskus am Donnerstag bekräftigt. "Es braucht ein Wunder, denn hier zeigt sich der Finger Gottes. Ohne ein Eingreifen des Herrn können wir bei der Kanonisierung nicht voranschreiten", sagte Franziskus vor der Heiligsprechungskongregation im Vatikan.

Anlass war das 50-jährige Bestehen dieser Kurienbehörde.

Erst selig, dann heilig

Selige und Heilige werden in der katholischen Kirche als Vorbilder christlichen Lebens verehrt. Die Seligsprechung erlaubt die offizielle Verehrung eines Verstorbenen in einer bestimmten Region, die Heiligsprechung dehnt diese Verehrung auf die gesamte katholische Weltkirche aus. Der Heiligsprechung muss die Seligsprechung vorausgehen. Der ganze Prozess zieht sich in der Regel über viele Jahre hin und ist oft mit immensen Kosten verbunden.

Die Zahl der Heiligen und Seligen in der katholischen Kirche geht in die Tausende. Zu den bekanntesten Heiligen zählen Franz von Assisi, Hildegard von Bingen oder Papst Johannes Paul II..

(an/dpa)

0 Kommentare

Bitte geben Sie den Aktivierungscode ein, der an Ihre E-Mail-Adresse gesendet wurde.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.