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Erneutes "Hashing" - Millionen von Datensätzen im Internet aufgetaucht

13.2.2019 12:07 Uhr

Rund 617 Millionen Datensätze zu diversen Online-Diensten wurden im Internet gefunden, die zum Verkauf angeboten werden. Die Zugangsdaten gehen zum Teil auf bereits gemeldete Datendiebstähle zurück, während andere aus bisher nicht bekannten Hackerangriffen stammen.

Die Datensätze bestehen aus Benutzernamen bzw. E-Mail-Adressen sowie kryptografisch verschleierten Passwörtern, wie die Website "The Register" berichtete. Bei dem sogenannten "Hashing" werden die Passwörter mit einem Algorithmus unkenntlich gemacht. Bei einigen Varianten des Verfahrens oder einer fehlerhaften Umsetzung durch die Anbieter kann es nach Einschätzung von Experten jedoch möglich sein, sie zu entziffern.

Von Dubsmash bis zur Fitness-App

Die Datensätze werden in einem sogenannten Darkweb-Bereich zum Verkauf angeboten, der nur über das anonymisierte Tor-Netzwerk zu erreichen ist. Dem "Register"-Bericht zufolge geht es unter anderem um Zugangsdaten zu 161,5 Millionen Accounts der App Dubsmash, bei der Nutzer in Lipsync-Videos zu populären Songs posieren können. Ein Anwalt von Dubsmash erklärte "Register", man prüfe die Angelegenheit und werde die Nutzer unterrichten. Der Foto-Marktplatz 500px, bei dem rund 15 Millionen Accounts betroffen sein sollen, benachrichtigte in der Nacht zum Dienstag die Nutzer, dass ihre Passwörter zurückgesetzt werden.

Die rund 92,3 Millionen Zugangsdaten des DNA-Analyse-Dienstes MyHeritage stammen hingegen genauso wie die 150,6 Millionen Login-Iinformationen der Diät-App MyFitnessPal aus bereits bekannten Hackerattacken.

Geld verdienen mit Daten anderer

Der Verkäufer will für die Daten einige hundert Dollar bis zu knapp 2000 Dollar pro Firma - in der Digitalwährung Bitcoin, die weitgehend anonymisierte Zahlungen ermöglicht. Auch mit nicht lesbaren Passwörter können Daten wie E-Mail oder Name für Phishing-Mails zum Abgreifen anderer Daten verwendet werden. Gelingt es, die Passwörter aus den Hashes herauszulesen, könnten Angreifer sie auch bei anderen Online-Diensten ausprobieren, in der Hoffnung, dass Nutzer sie mehrfach verwendet haben.

In den vergangenen Jahren kam es immer wieder vor, dass im Netz in großem Stil Zugangsdaten zu diversen Diensten auftauchten. Zuletzt waren in einer großen Sammlung auch Passwörter im Klartext enthalten.

<h4></h4>(sis/dpa)

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