dpa

Erneute Spurensuche auf Campingplatz in Lügde

27.2.2019 22:09 Uhr

Am Mittwoch hat die Polizei erneut auf einem Campingplatz in Lügde nach Hinweisen auf den massenhaften sexuellen Missbrauch von Kindern gesucht. Auch ein Spürhund war dabei.

Spezialisten durchkämmten dabei den Tatort und sicherten Spuren, wie die Polizei Bielefeld am Nachmittag der Deutschen Presse-Agentur sagte. Dabei sei auch ein Spürhund eingesetzt worden, der auf die Suche nach Datenträgern spezialisiert ist, sagte eine Sprecherin. Zu möglichen Ergebnissen der Suche wollte sich die Polizei zunächst nicht äußern.

Ermittlungen an Polizei in Bielefeld übertragen

Seit 2008 waren den bisherigen Erkenntnissen zufolge auf einem Campingplatz im lippischen Lügde an der Landesgrenze zu Niedersachsen mindestens 31 Kinder im Alter von 4 bis 13 Jahren in mehr als 1000 Fällen Opfer sexuellen Missbrauchs geworden. Ob es schon vor 2008 Fälle gab, wird derzeit geprüft.

Zuerst hatte die Polizei des Kreises Lippe die Ermittlungen geführt und zahlreiche Datenträger mit Beweismaterial sichergestellt. Nach mehreren Pannen bei der Kreispolizei hatte der NRW-Innenminister die Ermittlungen an die Polizei in Bielefeld übertragen.

(be/dpa)