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Erneut Rassismus beim Fußball in Rumänien

16.11.2019 15:31 Uhr

Spanien, Malta und nun Schweden - die "Fans" von Rumänien leisteten sich erneut Rassismusausfälle. Schwedens Stürmer Alexander Isak wurde in Bukarest nicht nur zur Zielscheibe rassistischer Zwischenrufe, er wurde auch mit einem Golfball beworfen. Nach dem dritte Zwischenfall dieser Art in Rumänien mehren sich die Stimmen, die ein hartes Einschreiten der UEFA gegen den rumänischen Verband fordern. Three strikes and you're out.

Er habe ein paar rassistische Schimpfwörter gehört, aber zum Schiedsrichter gesagt, dass er das Spiel nicht unterbrechen müsse, sagte der bei Schwedens 2:0-Sieg im EM-Qualifikationsspiel in Bukarest eingewechselte Profi von Real Sociedad dem schwedischen Sender SVT. "Ich denke, man sollte sich von solchen - Entschuldigung - Idioten nicht auf diese Weise beeinflussen lassen", sagte der ehemals für Borussia Dortmund spielende 20-Jährige.

Rumänien bereits zum dritten Male auffällig

Im Fernsehen war zu sehen, wie in der Endphase des Spiels sogar ein Golfball aus den Zuschauerrängen in Isaks Richtung geworfen wurde, als er gerade mit dem Ball an der Torauslinie entlang dribbelte. Schiedsrichter Daniele Orsato unterbrach die Begegnung daraufhin kurzzeitig. Leipzigs Emil Forsberg kritisierte das Verhalten auf den Rängen. "Das nimmt einem all das Erfreuliche am Fußball. Es ist schwer, froh zu sein, wenn so etwas passiert", sagte er SVT. Rassismus habe hier und anderswo nichts zu suchen. Der schwedische Ex-Hamburger Marcus Berg sagte: "Das ist unglaublich traurig, unverständlich und unentschuldbar."

Rumänische Fans waren bereits im September gegen Spanien (1:2) und Malta (1:0) mit rassistischem Verhalten, mit dem Abbrennen von Feuerwerkskörpern und einem Platzsturm aufgefallen. Schweden hat sich mit dem Sieg in Bukarest vorzeitig für die EM 2020 qualifiziert.

(ce/dpa)

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