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Erneut Probleme mit russischer "Freundschafts"-Pipeline

5.7.2019 19:37 Uhr

Erneut sind die russischen Öllieferungen durch die "Freundschaftspipeline Druschba zur Raffinerie PCK im brandenburgischen Schwedt erneut unterbrochen worden. Ein Sprecher des Energiekonzerns Shell bestätigte am Freitag einen entsprechenden Bericht im Handelsblatt.

Wie schon im April habe man bei den Öllieferungen zwischen Russland und Westeuropa eine leicht erhöhte, nicht erklärbare Konzentration organischen Chlorids im angelieferten Rohöl festgestellt. Der Stoff richtet Schaden in den Raffinerien an. Schon damals war die Versorgung vorübergehend gestoppt worden.

Gespräche über Ursachen

Mit Lieferanten und Pipelinebetreiber sei man im Gespräch, um mögliche Ursachen zu klären, so Shell. Die Belieferung mit Rohöl werde über den Hafen Rostock organisiert. "Die Versorgung mit Produkten ist gewährleistet", betonte der Sprecher.

Im PCK Schwedt werden jährlich 12 Millionen Tonnen Rohöl verarbeitet - zu Diesel, Benzin, Kerosin, Flüssiggas, Heizölen und Bitumen. 1200 Mitarbeiter werden dort beschäftigt. Gesellschafter sind Rosneft Deutschland, Shell Deutschland und die AET-Raffineriebeteiligungs-Gesellschaft. Die Pipeline beliefert neben der Raffinerie PCK Schwedt auch die Raffinerie in Leuna (Sachsen-Anhalt).

(an/dpa)

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