Symbolbild: epa/Hugh Kinsella Cunningham

Erneut Kämpfe im Kongo

30.1.2020 0:19 Uhr

Berichten zufolge sind im Osten des Kongo bei zwei Angriffen von Rebellen mindestens 15 Menschen getötet worden. Kämpfer vermutlich der Miliz ADF hätten in der Nacht zum Mittwoch das Dorf Manzingi in der Nähe der Stadt Beni angegriffen, sagte der Leiter der örtlichen zivilgesellschaftlichen Organisation, Philippe Bonane. Dabei seien mindestens 14 Menschen getötet und sechs verletzt worden.

Bei einem weiteren Angriff auf ein nahe liegendes Dorf sei zudem ein Pastor getötet worden. Der Administrator des Bezirks Beni, Donat Kibwana, bestätigte den ersten Angriff, nannte aber keine Todeszahl. Bonane machte die Miliz ADF für die Angriffe verantwortlich.

Ost-Kongo ist seit Jahren instabil

Der Ost-Kongo ist seit Jahren instabil. Etliche bewaffnete Gruppen sind dort aktiv, den meisten geht es um die Kontrolle wertvoller Bodenschätze. Immer wieder greift vor allem die islamistische Miliz ADF Zivilisten an. Sie hat nach Angaben einer örtlichen Menschenrechtsorganisation in den vergangenen Monaten mehr als 200 Zivilisten getötet. Ende vergangenen Jahres kam es zu teilweise gewalttätigen Protesten in mehreren Orten im Ost-Kongo wegen der andauernden Unsicherheit.

Zudem wütet in der Region seit anderthalb Jahren ein Ausbruch der gefährlichen Krankheit Ebola. Die Seuche ist vor allem wegen der instabilen Situation schwer in den Griff zu bekommen. Nach Angaben der kongolesischen Behörden haben sich bislang mehr als 3400 Menschen infiziert und sind mehr als 2200 Menschen gestorben.

(an/dpa)

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