Symbolbild: epa/Yahya Arhab

Erneut Friedensverhandlungen

15.7.2019 19:57 Uhr

Im Jemen haben sich zum ersten Mal seit fünf Monaten die Konfliktparteien zu Gesprächen über die Waffenruhe in der strategisch wichtigen Hafenstadt Hudaida getroffen. Die Gespräche hätten am Sonntag an Bord eines UN-Schiffes im Roten Meer begonnen, hieß es am Montag aus jemenitischen Regierungskreisen.

Die Vereinten Nationen kündigten auf Twitter an, dass die Gespräche unter Vorsitz des dänischen Generals Michael Lollesgaard zwei Tage dauern würden.

Stellvertreterkrieg zwischen Iran und Saudi-Arabien

Im Jemen kämpfen die Huthi-Rebellen gegen die international anerkannte Regierung des Landes und eine mit ihr verbündete Militärkoalition unter Führung von Saudi-Arabien. Die Huthis haben seit 2014 große Teile des Nordjemens und die Hauptstadt Sanaa unter ihrer Kontrolle und werden vom saudischen Erzrivalen Iran unterstützt.

Beide Seiten hatten sich Ende Dezember nach Gesprächen unter UN-Vorsitz auf eine Waffenruhe für Hudaida geeinigt. Im Mai hatten die Huthis im Rahmen eines Abzugsplans die Kontrolle über die Häfen Hudaida, Salif und Ras Issa an die Küstenwache abgegeben. Die Regierung hatte die Gültigkeit des Rückzugs aber infrage gestellt.

Der Konflikt hat das Land nach UN-Angaben in die schwerste humanitäre Katastrophe weltweit gestürzt. Zehn Millionen Menschen sind vom Hungertod bedroht, 80 Prozent der Bevölkerung benötigen dringend Hilfe. Hudaida und die anderen Häfen am Roten Meer sind für die Versorgung mit Hilfsgütern von großer Bedeutung.

(an/dpa)

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