afp

Ermittler: Unglücksmaschine versuchte Rückkehr zum Startflughafen

9.1.2020 11:42 Uhr

Bei dem Flugzeugabsturz einer ukrainischen Passagiermaschine kurz nach dem Start in Teheran soll der Pilot veruscht haben, wegen eines "Problems" zum Flughafen zurückzukehren. Dies teilten iranische Ermittler mit - die Blackbox wolle man jedoch trotzdem nicht an die USA aushändigen.

Die Maschine habe sich zum Zeitpunkt des Absturzes bereits auf dem Rückflug befunden, erklärte die iranische Zivilluftfahrt-Organisation (CAO) in einem in der Nacht zum Donnerstag auf ihrer Internetseite veröffentlichten ersten Untersuchungsbericht. Augenzeugen berichteten laut CAO von einem Feuer an Bord der Unglücksmaschine, das an "Intensität zunahm". Die Maschine verschwand nach Angaben der Ermittler bei einer Flughöhe von 8000 Fuß (2400 Metern) plötzlich von den Radarschirmen, ohne dass der Pilot über Funk über "ungewöhnliche Umstände" berichtet habe. Die Ermittler gaben an, sowohl Zeugen am Boden wie auch an Bord einer zweiten Maschine befragt zu haben, die zum Zeitpunkt des Unglücks über der ukrainischen Boeing 737 geflogen sei.

176 Opfer an Bord

Die Maschine war am Mittwochmorgen mit 176 Menschen an Bord abgestürzt, keiner der Insassen überlebte. An Bord der Boeing 737 waren nach Angaben der Regierung in Kiew unter anderem 82 Iraner, 63 Kanadier sowie zehn Schweden, drei Briten, vier Afghanen und elf Ukrainer. Neun der Ukrainer waren demnach Besatzungsmitglieder. Die Ursache für das Unglück war zunächst unklar. Die Behörden in Teheran weigerten sich auch, die Flugschreiber zur Auswertung an die USA zu übergeben.

(be/afp)

0 Kommentare

Bitte geben Sie den Aktivierungscode ein, der an Ihre E-Mail-Adresse gesendet wurde.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.