imago images / Martin Wagner

Ermittler identifizieren mutmaßliche Verursacher des Affenhaus-Brands

2.1.2020 12:18 Uhr

Krefelder Ermittler haben die mutmaßlichen Verursacher des verheerenden Brandes im Affenhaus des Krefelder Zoos identifiziert. Die hätten sich selbst bei den Ermittlern gemeldet. Damit ist der Fall nach Polizeiangaben weitgehend aufgeklärt.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen eine 60 Jahre alte Krefelderin und ihre beiden erwachsenen Töchter. Die drei Frauen hätten sich selbst bei der Polizei gemeldet und dort angegeben, dass sie in der Silvesternacht fünf Himmelslaternen hätten aufsteigen lassen, sagte Gerd Hoppmann von der Krefelder Kriminalpolizei am Donnerstag auf einer Pressekonferenz. Es sei davon auszugehen, dass es sich bei ihnen tatsächlich um diejenigen handele, die die für das Feuer "ursächliche" Himmelslaterne gestartet hätten.

Untersuchungen dauern an

Bei der Untersuchung des abgebrannten Affenhauses sei festgestellt worden, dass sich das Feuer offenbar von der nordöstlichen Ecke des Daches ausbreitete, wo vermutlich eine Himmelslaterne gelandet sei, sagte Hoppmann. Mögliche weitere Brandursachen, zum Beispiel ein Defekt an den Elektroinstallation, würden allerdings noch untersucht.

Die mutmaßlichen Verursacher des Brandes sahen laut Hoppmann am Mittwoch eine Pressekonferenz im Fernsehen, in der die Ermittler bereits die verbotenen Himmelslaternen als mutmaßliche Brandursache genannt hatten. Die Polizei forderte dabei Menschen, die solche Laternen in der Silvesternacht gestartet hatten, auf, sich zu melden - was die mutmaßlichen Brandverursacher dann taten.

Himmelslaternen auch an Silvester nicht erlaubt

Die fraglichen Verdächtigen gaben laut Hoppmann an, fünf Himmelslaternen im Internet bestellt zu haben, die sie dann in der Silvesternacht steigen ließen. Sie seien davon ausgegangen, dass dies rund um den Jahreswechsel legal sei. "Aufgrund des örtlichen und zeitlichen Zusammenhangs" sei davon auszugehen, dass eine dieser fünf Laternen den Brand auslöste, sagte Hoppmann.

Bei dem Feuer waren mehr als 30 Tiere getötet worden, darunter acht Menschenaffen. Auch mehrere kleinere Affen sowie Vögel verendeten in den Flammen.

Zuletzt aktualisiert : 2.1.2020, 12:29:29

(be/afp/dpa)

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