imago/Hauke Hass

Erfundene Sexmobaffäre - Mutmaßlicher Mörder in Haft

14.2.2019 11:52 Uhr

Ein Barbesitzer aus Frankfurt am Main hatte 2017 Medien eine erfundene Geschichte über sexuelle Übergriffe von Ausländern in der Silvesternacht berichtet. Jan M. steht zusätzlich unter Verdacht, seine damalige Komplizin getötet zu haben und muss in Untersuchungshaft bleiben.

Der Gastronom sei dringend verdächtig, seine damalige Komplizin Irina A. ermordet zu haben, teilte das Oberlandesgericht (OLG) Frankfurt am Main am Donnerstag mit. Es bestehe Fluchtgefahr.

Blut des mutmaßlichen Täters am Tatort

M. und A. hatten Anfang 2017 gegenüber der "Bild"-Zeitung behauptet, in der Silvesternacht habe es in der sogenannten Fressgass in Frankfurt sexuelle Übergriffe, Körperverletzungen, Diebstähle sowie äußerst aggressives Verhalten "von Massen an Flüchtlingen" gegeben. Die Geschichte stellte sich als Lüge heraus.

Im November 2017 erhob die Staatsanwaltschaft deswegen Anklage gegen die Frau und den Mann. Im Mai 2018 wurde die Leiche der Frau in einem Park in Frankfurt gefunden. Die 29-Jährige starb nach Angaben der Polizei durch mehrere Stichverletzungen. Am Tatort wurde Blut des Gastronomen gefunden, er wurde festgenommen.

(sis/afp)