epa-Olivier Hoslet

Erfreut über Antrag Kroations auf Euro-Beitritt

9.7.2019 6:58 Uhr

Den Antrag Kroatiens auf eine Euro-Mitgliedschaft haben die europäischen Finanzminister begrüßt. "Das zeigt, dass die Eurozone ein stabiler Anker ist [...] und weitere Mitglieder anzieht", sagte Eurogruppenchef Mario Centeno am Montag in Brüssel.

Das Land habe eine Reihe an Zusagen gemacht - etwa in der Bankenaufsicht und bei der Verbesserung des Wirtschaftsumfelds. Dies solle nun kontrolliert werden.

Kroatin will Gemeinschaftswährung beitreten

Kroatien hatte zuvor beantragt, dem Wechselkursmechanismus WKM II und letztlich der Gemeinschaftswährung beizutreten. Der Wechselkursmechanismus ist sozusagen das Wartezimmer für den Euro. Die Währungen der jeweiligen Länder werden darin überwacht und dürfen nur innerhalb einer begrenzten Bandbreite zum Euro auf- oder abwerten. Erst im Anschluss ist ein Euro-Beitritt möglich. Abschließend müsste die EU-Kommission den Beitritt vorschlagen und die Staats- und Regierungschefs dem zustimmen.

In der Europäischen Union haben derzeit 19 Staaten den Euro eingeführt. Vertraglich sind sämtliche EU-Staaten mit Ausnahme von Dänemark und Großbritannien, das die Union verlassen will, dazu verpflichtet, langfristig den Euro einzuführen. Sie müssen dafür eine Reihe von Kriterien einhalten, etwa eine stabile Inflationsrate. Neben Kroatien drängte zuletzt vor allem Bulgarien in die Gemeinschaftswährung.

(an/dpa)