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Erdogan: Wir werden die Wochenend-Ausgangssperren bis nach Bayram weiterführen

27.4.2020 19:03 Uhr

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat am Montagabend nach der wöchentlichen virtuellen Kabinettssitzung neue Maßnahmen im Rahmen der Bekämpfung des Coronavirus bekanntgegeben.

Weitere Ausgangssperren geplant

Im Kampf gegen eine weitere Verbreitung des Sars-CoV-2-Virus habe man gesehen, dass das Vermeiden von Menschenmassen dabei helfe, das Virus unter Kontrolle zu bringen, so Präsident Erdogan. Man plane deshalb, die Wochenend-Ausgangssperren bis nach Bayram Ende Mai weiterzuführen. An diesem Wochenende gelte das Ausgangsverbot in 30 Großstädten und Zonguldak von Freitag, dem 1. Mai bis Sonntagnacht. Der 1. Mai ist auch in der Türkei ein Feiertag.

Sollte sich die Situation weiterhin positiv entwickeln, arbeite man bereits an Plänen, wie man schrittweise in die Normalität zurückkehren könne und werde diese beizeiten mit der Öffentlichkeit teilen.

Internationale Hilfen in Corona-Zeiten

Wie der Präsident weiter unterstrich, werde in der Türkei keinem Patienten die Behandlung verwehrt. Dafür habe man mit der Aufstockung und Neueröffnung zahlreicher Krankenhäuser gesorgt. Die Türkei habe die Möglichkeit gehabt, in der Krise ihre Produktion und Verwaltung zu testen und sei erfolgreich aus dieser Herausforderung hervorgegangen.

Man habe es sogar geschafft, den weitentwickeltsten Ländern zur Seite zu stehen und Hilfen zu senden. Am Dienstag, so Erdogan, werde ein weiteres Flugzeug in die Vereinigten Staaten fliegen, um medizinisches Equipment – unter anderem die dort so dringend benötigten N95-Masken – zu liefern.

Fast 40.000 Türken zurückgeholt

In den letzten Wochen habe man rund 40.000 Türken, die im Ausland gestrandet waren, zurückgeholt. Momentan laufe eine weitere Aktion, mit der noch 25.000 Türken aus der ganzen Welt in die Heimat gebracht würden. Dabei sprach Präsident Erdogan auch den am Sonntag per Ambulanzflug aus Schweden in die Türkei gebrachten Emrullah Gülüsken an.

Dieser war vor rund zwei Wochen am Coronavirus erkrankt, wurde allerdings aus dem Krankenhaus wieder nach Hause entlassen. Nachdem sich sein Zustand verschlimmerte, sahen seine Töchter Leyla und Samira keine andere Lösung, als über die Sozialen Medien nach Hilfe zu bitten. Der Gesundheitsminister Fahrettin Koca reagierte prompt und ließ den Erkrankten samt seiner Kinder per Ambulanzflugzeug in die Türkei bringen, wo er sich nun in Behandlung befindet.

(be)

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