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Erdogan und Trump sprechen über Raketenabwehrsystem S-400

30.4.2019 11:39 Uhr

Das Raketenabwehrsystem S-400 ist ein Reizthema zwischen der Türkei und den USA. Jetzt hat Präsident Erdogan Präsident Trump in einem Telefonat eine gemeinsame Arbeitsgruppe vorgeschlagen, die zu einer Deeskalation beitragen soll, wie es in der am Montagabend veröffentlichten Stellungnahme aus dem Präsidentenpalast heißt.

Die Türkei regt eine solche Gruppe zur Deeskalierung schon seit einer Weile an. Das Nato-Land Türkei will von Russland das Raketenabwehrsystem S-400 kaufen. Die USA sind strikt dagegen, weil es ihrer Ansicht nach Verteidigungssysteme der USA gefährdet - vor allem den teuren Kampfjet F-35. Die Türkei ist an der Produktion des Jets beteiligt und soll selbst F-35 erhalten. Sollte sie das russische Abwehrsystem und den amerikanischen Kampfjet gemeinsam einsetzen, könnte das dazu führen, dass Russland an geheime Daten über die F-35 gelangt, befürchten die USA.

Angespannte Beziehungen

Die Beziehungen zwischen der Türkei und den USA sind angespannt. Wegen der Affäre um die S-400 gab es schon Sanktionsdrohungen gegen die Türkei. Zu Konflikten führen aber auch gegensätzliche Positionen im Syrienkonflikt und die Inhaftierung von US-Bürgern wegen Terrorvorwürfen in der Türkei. Erst vergangene Woche wurde bekannt, dass ein türkisches Gericht einen dritten Mitarbeiter des US-Konsulats angeklagt hatte.

(be/dpa)