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Erdogan und Trump diskutieren Weltlage am Telefon

15.7.2020 18:01 Uhr, von Andreas Neubrand

Am 14. Juli haben US-Präsident Donald Trump und der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan am Telefon die Weltlage erörtert.

Das erste Thema war die Wirtschaft des Bürgerkriegslands Libyen. Beide Präsidenten stimmten darüber ein, dass das Handelsziel von 100 Milliarden US-Dollar eingehalten werden muss.

Hagia Sophia wird wieder Moschee

Auch die Umwandlung der Hagia Sophia wieder in eine Moschee war ein Thema. "Wir werden unser kulturelles Erbe erhalten", so Erdogan: "Die Entscheidung 1934, die Hagia Sophia in ein Museum zu verwandeln war falsch." Auch betonte er, dass es in der Türkei vier- bis fünfmal so viele religiöse Stätten geben soll, als dies für Muslime in Europa der Fall sein soll.

Letzte Woche hob das oberste Gericht das Kabinettsdekret von 1934, das die Hagia Sophia in ein Museum verwandelt hatte. Damit ist der Weg nach 85 Jahren die Hagia Sophia wieder eine Moschee wird. Die Hagia Sophia wurde unter der Herrschaft Byzanz mehr als neun Jahrhunderte lang als Kirche benutzt und nach der Eroberung Istanbuls im Jahr 1453 bis 1934 in eine Moschee umgewandelt.

Erdogan verurteilt armenischen Angriff

Erdogan verurteilte auch den armenischen Angriff auf den aserbaidschanischen Bezirk Tovuz. Sieben aserbaidschanische Soldaten sind bei dem Angriff ums Leben gekommen, darunter ein General und ein Major.

Er zeigte sich besorgt über die anhaltenden Spannungen zwischen den beiden Ländern, die seit dem Einmarsch in Oberkarabach bestehen. Oberkarabach ist seit 1991 durch militärische Intervention ein international anerkanntes Gebiet Aserbaidschans. In dem Konflikt stehe die Türkei fest an der Seite Aserbaidschans, so der Präsident.

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