Symbolbild: imago images / ZUMA Wire

Erdogan und Putin telefonieren zu Libyen und Idlib

11.6.2020 17:42 Uhr

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan sprach am 10. Juni telefonisch mit seinem russischen Amtskollegen Wladimir Putin über die jüngste Situation in Libyen und Idlib im Nordwesten Syriens. Nach Angaben der türkischen Kommunikationsdirektion erörterten die beiden Staats- und Regierungschefs auch regionale Fragen und Schritte, die in der Zeit nach der Pandemie zu unternehmen sind.

In Libyen wird die Regierung, die von den Vereinten Nationen anerkannt wird, seit April 2019 von den Streitkräften von Kriegsherr Khalifa Haftar angegriffen, wobei mehr als 1000 Menschen durch Gewaltakte getötet wurden. Die Regierung startete im März die Operation "Friedens-Sturm", um Angriffen auf die Hauptstadt entgegenzuwirken. Dadurch eroberte man kürzlich strategische Standorte zurück - darunter die Luftwaffenstützpunkte Al-Watiya und Tarhuna, was als schwerer Schlag für Haftars Streitkräfte angesehen wird.

Idlib im Nordwesten Syriens fällt in eine Deeskalationszone, die im Rahmen eines Abkommens zwischen der Türkei und Russland geschlossen wurde. Das Gebiet an der Südgrenze der Türkei war Gegenstand mehrerer Waffenstillstandsvereinbarungen, gegen die das Assad-Regime und seine Verbündeten häufig verstoßen haben. Derzeit leben hier 4 Millionen Zivilisten, darunter Hunderttausende, die in den letzten Jahren von Regimetruppen im gesamten kriegsmüden Land vertrieben wurden.

(ce)

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