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Erdogan und Putin sprechen über Lage in Idlib

12.2.2020 12:27 Uhr

Inmitten der wachsenden Spannungen im nordsyrischen Idlib haben der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan und der russische Präsident Wladimir Putin ein Telefonat geführt.

Nach Angaben des Kremls vom Mittwoch wollen beide Seiten an ihren bisherigen Vereinbarungen zur Lösung des Konflikts festhalten. Dazu solle es weitere Kontakte zwischen den zuständigen Ministerien beider Länder geben, teilte der Kreml mit. Gemeint sind die Verteidigungs- und die Außenministerien in Moskau und Ankara.

Es seien verschiedene Aspekte einer Lösung des Konflikts in Syrien besprochen worden - besonders im Hinblick auf die Spannungen in der Rebellenhochburg Idlib, hieß es in der russischen Mitteilung. Die Initiative für das Gespräch sei von Erdogan ausgegangen. Er hatte Russland einen Bruch der bisherigen Vereinbarungen vorgeworfen - und forderte einen Abzug der syrischen Armee.

Neue Vergeltungsmaßnahmen angekündigt

Erdogan hatte nach den jüngsten Auseinandersetzungen zwischen türkischem und syrischem Militär im Norden von Syrien neue Vergeltungsmaßnahmen angekündigt. Russland dagegen hatte die Offensive des syrischen Militärs verteidigt und der Türkei vorgeworfen, zu wenig im Kampf gegen Terroristen zu tun. Bei den Kämpfen waren Soldaten auf beiden Seiten gestorben.

Idlib ist das letzte große Rebellengebiet in Syrien, wo seit fast neun Jahren ein Bürgerkrieg herrscht. Die Region wird von der Al-Kaida-nahen Miliz Haiat Tahrir al-Scham (HTS) kontrolliert. Die Türkei unterstützt in dem Konflikt islamistische Milizen. Russland steht auf der Seite des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad.

(be/dpa)

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