epa/Sergei Chirikov

Erdogan und Putin reden über deutschen Plan für Libyen

17.12.2019 21:16 Uhr

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat mit seinem russischen Kollegen Wladimir Putin über die deutsche Friedensinitiative für das Bürgerkriegsland Libyen gesprochen. Bei dem Telefonat sei auch besprochen worden, diese Anstrengungen zu unterstützen und bei der Vermittlung zu helfen, teilte der Kreml am Dienstag mit.

Putin hatte bereits am Montag mitgeteilt, hinter der Initiative zu stehen. Die staatliche türkische Nachrichtenagentur Anadolu meldete ebenfalls, Putin und Erdogan sei es um Libyen sowie um die Lage im Bürgerkriegsland Syrien gegangen.

Unterstützung des Friedensprozesses

Mit dem sogenannten Berliner Prozess versucht die Bundesregierung, die Friedensbemühungen des UN-Sondergesandten Ghassan Salamé zu unterstützen. Konkret geht es zum Beispiel darum, eine internationale Konferenz zu organisieren, mit der die Rahmenbedingungen für einen innerlibyschen politischen Prozess unter Vermittlung der Vereinten Nationen geschaffen werden könnten.

In Libyen vertreten die Türkei und Russland unterschiedliche Positionen. Während Russland den mächtigen General Chalifa Haftar mit seiner Libyschen Nationalarmee (LNA) unterstützt, steht die Türkei auf der Seite der von den Vereinten Nationen anerkannten Regierung in Tripolis. Erdogan hatte Libyens Regierungschef Fajis al-Sarradsch am Sonntag zum zweiten Mal innerhalb eines Monats empfangen. Zuvor hatte er militärische Hilfe in Aussicht gestellt, sollte Libyens Regierung darum bitten.

Zuletzt rückte Haftar nach Angaben des UN-Sonderbeauftragten Salamé mit Hilfe Russlands weiter in Richtung der Hauptstadt Tripolis vor.

(an/dpa)

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