Symbolbild: Hürriyet

Erdogan und Putin diskutieren Berg-Karabach-Konflikt

16.10.2020 8:24 Uhr

Die Türkei sei an einer dauerhaften Lösung des Berg-Karabach-Konflikts interessiert, teilte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan seinem russischen Kollegen Wladimir Putin am Telefon mit. Hintergrund sind die anhaltenden Zusammenstöße zwischen armenischen und aserbaidschanischen Truppen.

"Armenien will mit diesem erneuten Angriff auf Aserbaidschan eine neue Krise auslösen, in der sie dann die Besatzung von Berg-Karabach dauerhaft machen wollen", stellte Erdogan fest.

Russland und Türkei sind Mitglieder der Minsk-Gruppe

Russland und die Türkei sind beide Mitglieder der Minsk-Gruppe. Diese ist bemüht, den Konflikt zwischen Armenien und Aserbaidschan zu lösen. Neben den beiden Ländern sind auch die USA und Frankreich Teil der Gruppe.

Erdogan hat der Gruppe mehrfach Untätigkeit vorgeworfen. Bei einer Ansprache im türkischen Parlament am 14. Oktober forderte er die Gruppe erneut auf, Armenien zum Rückzug aus den besetzten Gebieten zu zwingen.

Beide Seiten bekräftigten, wie wichtig es ist, den in Moskau vereinbarten Waffenstillstand vom 10. Oktober einzuhalten. Auch Wladimir Putin sprach sich für einen politischen Prozess auf der Grundlage der von der Minsk-Gruppe getroffenen Beschlüsse auf.

(an)

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