dpa

Erdogan: Türkei will Corona-Impfstoff Anfang 2021 bereitstellen

22.9.2020 13:05 Uhr

Im Rahmen der 75. Jahresfeier der Vereinten Nationen (UN) in New York hat Recep Tayyip Erdogan die Organisation scharf kritisiert. Mit Blick auf die Corona-Pandemie sagte der türkische Präsident, dass die UN zu spät reagiert habe. Die Türkei hingegen habe sofort reagiert und arbeite mit Hochdruck an einem türkischen Impfstoff. Man hoffe, ihn Anfang nächsten Jahres zur Verfügung stellen zu können.

"Die Vereinten Nationen haben die Pandemie viel zu spät als Bedrohung wahrgenommen. Und selbst dann wurden nicht die nötigen Maßnahmen ergriffen, um die Pandemie sinnvoll zu bekämpfen", sagte Erdogan nach einer Kabinettssitzung in Ankara und fügte an: "Die Vereinten Nationen haben während der Pandemie versagt."

Humanitäre Hilfe für 146 Länder

Erdogan betonte dabei noch einmal das Engagement der Türkei in der Corona-Krise. Für 146 Länder sei humanitäre Hilfe geleistet worden. Zudem erinnerte er daran, dass in der Türkei mit Hochdruck Impfstoffe entwickelt und auch bereits getestet werden. Er rechne damit, dass zu Beginn des nächsten Jahres ein Impfstoff aus der Türkei der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen werde.

Mit einem Festakt hatten die Vereinten Nationen am Montag am Sitz in New York ihr 75-jähriges Bestehen gefeiert. Wegen der Corona-Krise fiel die Veranstaltung viel bescheidener aus als geplant. Lediglich per Videobotschaft meldeten sich Vertreter der 193 Mitgliedstaaten, zu den auch die Türkei und Deutschland gehören, zu Wort. Viele lobten die UNO, einige übten aber wie Erdogan Kritik und forderten dringende Reformen.

(mb)

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