Symbolbild: imago images / ZUMA Press

Erdogan telefoniert mit Abbas

28.7.2020 10:41 Uhr

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat sich in einem Telefongespräch intensiv mit dem palästinensischen Präsidenten Mahmoud Abbas ausgetauscht. Das teilte die Regierung der Türkei in einer offiziellen Erklärung mit.

Neben dem Gespräch über bilaterale Beziehungen und regionale Fragen wurde auch über die Hagia Sophia gesprochen. Abbas begrüßte dabei, dass der geschichtsträchtige Ort in Istanbul wieder zu einer Moschee umgewandelt wurde.

Beschluss von 1934 anulliert

Die Hagia Sophia wurde im 6. Jahrhundert als Basilika errichtet und zählte über Jahrhunderte zu eine der wichtigsten Kirchen des Christentums. Als die Osmanen 1453 Konstantinopel eroberten, wurde sie in eine Moschee umgewandelt. Nach der Gründung der türkischen Republik durch Mustafa Kemel Atatürk wurde die Hagia Sophia 1934 dann zum Museum erklärt.

Am 10. Juli annullierte ein türkisches Gericht den Beschluss von 1934 und ebnete damit den Weg für eine erneute Nutzung der Hagia Sophia als Moschee, was im Westen für reichlich Kritik sorgte. Seit 1985 steht das Gebäude, eines der von ausländischen Touristen meist besuchten historischen Bauwerke der Türkei, in der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes.

(js)

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