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Erdogan: Militäreinsatz in Syrien hat begonnen

9.10.2019 15:33 Uhr

Am Mittwochmittag verkündete der türkische Präsident Erdogan den Beginn des Militäreinsatzes "Friedensquelle" im Norden Syriens.

Wie Erdogan bei einer Pressekonferenz am Mittwoch verkündete, habe man gemeinsam mit der FSA (Freie syrische Armee) die Operation gegen die kurdischen Volksverteidigungseinheiten YPG, die PKK und ISIS begonnen. "Unser Ziel ist es, den Terrorkorridor an unserer südlichen Grenze, zu vernichten und Frieden in die Region zu bringen.

Zudem solle bei dem gemeinsamen Einsatz mit der Syrischen Nationalarmee eine "Sicherheitszone" geschaffen werden, um die Rückkehr syrischer Flüchtlinge zu erleichtern, schrieb Erdogan. Die Syrische Nationalarmee ist der neue Name eines Zusammenschlusses von syrischen Rebellengruppen, die an der Seite der türkischen Streitkräfte kämpfen. Die Schaffung der "Sicherheitszone" war im August mit den USA vereinbart worden.

Aktualisiert am 09.10.2019 um 16.14 Uhr:

Die türkische Luftwaffe hat im Rahmen ihrer Militäroffensive Luftschläge in syrischen Grenzorten durchgeführt. Türkische Kampfjets beschossen am Mittwoch die Grenzstadt Ras al-Ain, wie die staatliche syrische Nachrichtenagentur Sana und der türkische Sender CNN Türk übereinstimmend berichteten.

Der Sprecher der von der Kurdenmiliz YPG angeführten Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF), Mustafa Bali, schrieb auf Twitter: "Türkische Kampfflugzeuge haben damit begonnen, Luftangriffe auf zivile Gebiete durchzuführen. Die Menschen in der Region sind in großer Panik."

Die Medienaktivisten des Informationszentrums Rojava meldeten, auch die Grenzstadt Tall Abjad werde beschossen. Einwohner sagten der Deutschen Presse-Agentur, die Stadt sei fast menschenleer, weil die meisten Zivilisten sie verlassen hätten. Dafür seien viele Kämpfer dort. Die Gesundheitsbehörden bereiteten die Krankenhäuser vor. Auf manchen Dächern seien Scharfschützen zu sehen.

Aktualisiert am 09.10.2019 um 16.29 Uhr

Unterdessen hat EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker die Türkei aufgefordert, den Militäreinsatz gegen kurdische Milizen in Nordsyrien zu stoppen. "Ich fordere die Türkei und andere Akteure auf, mit Zurückhaltung zu handeln und den bereits gestarteten Einsatz zu stoppen", sagte der Luxemburger am Mittwoch im Brüsseler EU-Parlament. Sollten die Pläne der Türkei die Einrichtung einer "Sicherheitszone" beinhalten, werde die EU sich daran finanziell nicht beteiligen.

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(be/afp/dha)

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